Du befindest dich hier: Pferd droht, aber nur in der Box
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Hallo,
ich wollte Euch mal was schildern, was schon seit einiger Zeit so ist und was ich nicht wirklich verbessern kann, auch wenn ichs gerne möchte.
Filou stand Anfang des jahres noch bei meinem Nachbarn mit unter. dort sollte ein Fohlen von seiner Mama getrennt werden aber wir hatten nicht genug Boxen. Da filou sehr umgänglich war haben wir überlegt das Fohlen bei ihm mit rein zu stellen.
KLappte eigentlich auch ganz gut. Nur das mit dem Futter war so eine Sache. Er hat sich wegdrängen lassen und hat ihr den Vortritt gegeben. Dann war es so das er nach 3 Tagen des zusammen stehens (welches wirklich gut ging) eine Beule am Bein hatte. Da wollte der Besi des Fohlens dann nicht mehr das die zusammen stehen nicht das einem doch noch was schlimmeres passiert.
Seitdem aber das Fohlen bei ihm mit in der Box stand darf weder ich noch jemand anders in seine Box. Er legt die Ohren an wie doof und dreht einem seinen Allerwerstesten zu. Gehauen hat er bisher noch nicht.
Im Sommer haben wir dann ja den Stall gewechselt. Er hat jetzt eine völlig offene Box. Jedes Mal wenn jemand an ihm vorbei gehen will legt er die Ohren an. mal eben bisschen überbürsten in der Box geht gar nicht, da er einem sofort den Hintern zudreht. Wenn ich ein Halfter drauf mache gehts.Ich könnte mir so in Ar..... beißen das ich damals mit dem Fohlen zugestimmt habe. Seitdem ist er so das er meint er müsse seine Box verteidigen. Vorher war so etwas nie ein Problem. Auf der Weide oder überhaupt außerhalb des Stalles ist er wie ausgewechselt. Selbst am Putzplatz legt er gerne die Ohren an und droht. Ich rüffel ihn dafür ja auch immer weil ich ja mehr zu sagen habe als er und eigentlich traue ich ihm auch das er nicht haut, aber er steigert sich teilweise in seine Drohungen ganz schön rein, das ich manchmal doch denke nun passierts gleich das erste Mal.
Die Beziehung aus meiner Sicht leidet drunter, weil er mal o lieb und artig war und ich drauf stolz war, aber nun macht es langsam keinen Spaß mehr immer auf so eine "Giftnudel" angesprochen zu werden. Ich habe ihn ja lieb aber so macht es wie gesagt keinen Spaß zum Pferd zu fahren. Ich weiß jetzt im Winter auch nicht was ich machen sollte. Im Sommer könnte man ja draußen putzen, aber jetzt? Wie kann ich ihm beibringen das ich sein Heu, sein Stroh und auch sein Müsli gar nicht haben will?
Jemand einen ähnlichen Zickenkopf zu Haus?
Ich denke mal, Du musst ihm nicht „beibringen“, dass Du sein Futter NICHT haben willst, sondern eher, dass Du das Recht hättest, sein Futter an Dich zu nehmen.
Ich hab son Stänkerbock, wobei ich das ignoriere und bei meinem (in der Box) auch noch das Problem mitspielt, dass er da sozusagen unter Platzangst leidet. Aber auch draußen macht er gerne auf Angeber, wo ich ihm klipp und klar sagen muss „So nicht Freundchen“... er probiert es allerdings immer wieder, weiß allerdings eigentlich auch, dass nicht er der Chef ist, sondern ich, von daher haben wir da nicht unbedingt große Probleme mit. Wenn er droht, dann „droh“ ich zurück und sage ihm eindeutig „Nein“ und alles ist gut – bis auf die Tatsache, dass man ihm dann anmerkt, dass er jetzt erst Recht schlechte Laune hat, aber er „verkneift“ ich dann sämtliche Anfälle von „Gemecker“.
Ich hätte das nie gemacht, einen Absetzer zu meinem Pferd zu stellen, schon gar nicht in die Box. Er verteidigt eindeutig jetzt seinen Platz, wenn du Pech hast, bleibt er Futterneidisch, da er sich wegdrängen hat lassen. Es kann sogar soweit gehen, dass er auskeilt, aus Angst um sein Futter, um seinen Platz. Und nun holt er sich das zurück. Es ist ja seine Box gewesen, plötzlich ist da jemand, nimmt ihm sein Futter und auch einen Teil seines Platzes. Es hätten beide getrennt gefüttert gehört. Wenn Filou sein Müsli bekommt, Fohlen weg und umgekehrt. Wahrscheinlich hat das Fohlen auch nach ihm getreten.
Ich sehe das so wie minuette. Der hat es zu akzeptieren wenn du zu ihm in die Box gehst und er hat es auch zu akzeptieren wenn du sein Futter wegnehmen würdest. Hintern zudrehen geht gar nicht, das ist ja eine eindeutige Drohgebärde und das darfst du dir auf gar keinen Fall bieten lassen.
Denn in dem Moment in dem du nachgibst und weggehst, "flüchtest" du vor ihm und er hat gewonnen mit dem sicheren Gefühl ranghöher zu sein.
Und auch wenn du glaubst, dass er im Moment noch nicht haut, das kommt schon noch. So fängt alles an und es ist halt immer wichtig das Problem möglichst gleich am Anfang im Keim zu ersticken sozusagen.
Du darfst dem Problem auf keinen Fall aus dem Weg gehen, wie soll er es sich sonst wieder abgewöhnen?
Wie fütterst du? Tust du ihm das Futter selber rein oder wie ist das?
Also ich würde ihn demonstrativ mal von der Futterkrippe wegtreiben und ihn so lange nicht herkommen lassen wie du sagst.Dann würd ich ihm direkt vor seinen Augen das Futter in den Trog geben und ihn herkommen lassen.
Sobald er zum Drohen anfängt, wieder von dir wegtreiben mit reiner körpersprache.
Erstmal sag ich schonmal Danke für Antworten.
Wenn ich zu ihm in die Box gehe um ihn mal über zu bürsten (unserer Stallgasse ist etwas eng jetzt im Winter da dasHeu hinten noch lagert) mache ich ihm schon immer ein halfter drauf und Strick dran und wenn er dann meint er kann drohen kann er mir erst gar nicht den Hintern zudrehen.
Das mit dem füttern läuft so ab das ich ihm das rein tu. Da legt er auch immer die Ohren an. Habe ihn auch schon warten lassen und er durfte nicht an seine Kelle ran die ich in der Hand hatte. Das respektiert er dann aber mit angelegten Ohren. Wenn er frisst stell ich mich manchmal auch schon mal davor und gucke ihm beim fressen zu. Kann auch rein greifen in den Trog und mal durchwühlen. Da lässt er mich gewähren, allerdings mit angelegten Ohren.Aber das mit dem wegtreiben werde ich auf alle Fälle nochmal vorm füttern machen. Ich habe ihn bei fressen selbst zum größten Teil in Ruhe gelassen. Wollte da halt nur mal wissen ob ichs darf. Stell mich ab und zu mal davor und gucke zu.
hallo,
ich schließ mich auf jeden fall minuette an. DU bist der boss. egal was du in der box machst - er hat es zu akzeptieren und zu warten. ich hab in chica ja auch so eine futtergiftnudel. aber sie hat absoluten respekt vor mir und egal wie lange ich brauche - sie hat sich mir nicht zu nähern (mit böse angelegten ohren und drohendem kopfschlagen). ab und zu teste ich das auch, indem ich einfach stramm auf sie zugehe wenn sie frisst. dann hat sie zu weichen wie bei jedem herdenchef auch. und sie macht das auch.
also treib ihn ruhig mal vom futter weg. mach dich groß, drohe mit allem was du an körpersprache aufbringen kannst. dann hat er zu weichen. sonst stimmt das dominanzverhältnis zwischen euch nicht.
ulla
Das sehe ich auch wie @minuette, @Flicka und @HJC.....lass Dir das nicht bieten!
Ich würde sogar so weit gehen, den guten zu schikanieren durch vom Futter wegtreiben, aus der Box vertreiben, nicht in die Box lassen......und dann wieder nett sein und alltägliches machen;-)
Oh ja so ein Problem kenne ich, Okie war und ist auch
ziemlich futterneidisch. Jedoch sind wir jetzt soweit
dass er erst an sein Futter geht wenn ich es erlaube
und man kann auch in seine Box. Wenn er meint
er müsste schon von draußen zicken, gehe ich rein
werde lauter und er bekommt manchmal eine auf
die Brust. Sowas ist ein absolutes no go und kann auch
echt gefährlich werden. Klar ist es dem Pferd seine
Box, aber er muss auf jeden Fall lernen dich da drinnen
zu akzeptieren. Hätte das wohl aber auch nicht gemacht,
dass ich einen Absetzer zu ihm gestellt hätte...
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Verfasst am: Di, 22.12.2009, 13:29
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