Also, bei den Kissing spines reiben die Knochen der Wirbelsäule, genauer die Dornfortsätze aneinander. Wenn man sich ein Skelett von einem Pferd von der Seite ansieht, kann man gleich erkennen, daß es Stellen gibt, bei denen das eher passieren wird, und andere, wo das nicht so schnell der Fall sein wird:
Wie gut man das in den Griff bekommen kann, hängt sehr vom Einzelfall ab. Ich kenne auch die Behandlung mit Rückeninjektionen, und ebenso hat eine Freundin von mir das Pferd operieren lassen, und dieses Pferd ist wieder normal geritten worden.
Wenn man die Chance hat, und die Knochen noch nicht verknöchert miteinander verbunden sind, dann kann man durchaus mit Muskelaufbau und entsprechendem Training viel erreichen. Und sicher, es wird auch Pferde geben, die da leider nicht drauf ansprechen.
Allerdings wundert mich, daß der TA sagt, locker in den Wald ist ok, und Dressur nicht. Für mich ist grad in so einem Fall eine gymnastizierung für die Wirbelsäule das oberste Gebot, und das geschied nicht nur an der Longe, sondern wenn man das Pferd doch noch reiten können sollte, unterm Sattel ebenso. Von daher würde ich zwar Leistungssport (wenn das Pferd reitbar ist) ausschließen, aber Dressur und Springen (Rückenaufwölbung) als positiv ansehen.
ja also ich me@gilianCO: ja klar leichte dressurmäßige arbeit ist ok. Da das Problem hinten sitzt kann er aber nicht mehr so viel Last aufnehmen und beim Springen werden beim Landen eben genaud die Wirbel zusammengeschoben. Er kann zwar noch gehen. Aber nicht jeden Tag. Zwei Longe Tage oder Gelände braucht er schon dazwischen, damit er beim Reiten gut läuft.Sport ist eben nicht mehr möglich.
Das Spritzen ist sau teuer und hält leider nicht sehr lange.
Mit der Operation finde ich interessant. Hast du da ein paar Infos zu?
lg
Nein, leider nur die "laien" Infos von der Besitzerin, hab den TA dazu noch nicht befragen können, würde ich gern irgendwann noch mal tun. DA wurde zwischen die Wirbel wie sie sagte eine Art "Bauschaum" gespritzt (was anderes, denn Bauschaum wäre im Körper wohl nicht so klasse...), und dadurch konnten die Wirbel sich nicht mehr berühren.
Ich weiß aber nicht, ob das noch gemacht wird, wie das genau funktioniert, und wer das wenn es tatsächlich geht, anbietet.
Allerdings wundert mich, daß der TA sagt, locker in den Wald ist ok, und Dressur nicht. Für mich ist grad in so einem Fall eine gymnastizierung für die Wirbelsäule das oberste Gebot, und das geschied nicht nur an der Longe, sondern wenn man das Pferd doch noch reiten können sollte, unterm Sattel ebenso. Von daher würde ich zwar Leistungssport (wenn das Pferd reitbar ist) ausschließen, aber Dressur und Springen (Rückenaufwölbung) als positiv ansehen.
Ich schreib das hier aus eigener Erfahrung: habe meine (ziemlich schwierige) Stute seit 10 Jahren und hab sie in den ersten Jahren nicht wirklich gepackt.Ziemlich langes Pferd, schwer zusammenzuschieben,zu schlecht geritten, viel mit unpassenden Sätteln rumgedoktert, falsche Beratung gehabt. Ergebnis: Diagnose KS Anfang Nov. 2007. 15-16.BW und in der LWS auch.Ich habe sie am gleichen Tag spritzen lassen. Der Doc hats erklärt. Das Pferd wird so lange eine für den Rücken gesunde Arbeit verweigern, wie die Schmerzen da sind.Ist durch den Entzündungshemmer der Schmerz mal raus, besteht die Chance auf venünftiges v/a und einen entsprechneden Muskelaufbau. Ausserdem hat er folgendes bis auf weiteres verboten: Versammlung, Aufrichtung, enge Wendungen. Ich hab mein Pferd am 1.12.2007 in einen Stall gestellt, wo es Gelände mit Hügeln ohne Ende gibt, mich von einer RB getrennt und einen Trainingsplan aufgestellt. 1x Longe, 3x Gelände, 1x Viereck oder Halle pro Woche. 2 Tage Gammeln auf der Wiese. Das Gelände mit den Hügeln ist optimal. Wir haben im Schritt angefangen und dann gesteigert. Runter natürlich nur Schritt!
Nun hat nicht jeder so tolle Bedingungen, aber meine Erfahrung ist: Macht mit so einem Pferd nur , was ihm Spass macht. Jede Stunde mit Gegenwehr und ohne Rücken wirft einen wieder zurück. Dressur für Rückenkranke ist sooooo schwer. Eine richtige Gratwanderung. Und wenn sie nicht absolut locker sind, eher kontraproduktiv. Dann lieber mal im Wald ein paar Lektionen versuchen. Da sind die meisten viel bereiter mitzumachen. Springen lasse ich total weg. Da ist die sStauchung bei Landung laut Doc sehr schlecht! Ist aber natürlich auch bei jedem verschieden.
Ich finde auch, selbst wenn ein Tier auch mal größere Schmerzen hat, soll man ihm eine Chance geben!
Was anderes ist natürlich solch ein Schmerz, dass ein Pferd für immer ständig leidet und das wird es deutlich zeigen.
Bei KS ist es wichtig, die Rückenmuskulatur aufzubauen, z. B. durch longieren, Stangen treten, Bergab und Berauf spazieren führen. Wenn das Pferd gute Rückenmuskulatur und Bauchmuskeln! aufgebaut hat, wird die Wirlbelsäule gut gestützt, die Wirbelsäule aufgewölbt, so das das Pferd beschwerdefrei ist und dann sogar leicht geritten werden kann.
aaaalso... ich habe ja einen wallach, der kissing spines hat... allerdings berühren sich seine dornfortsätze nicht, sie stehen nur eng.... Meiner wird hauptsächlich v/a geritten, viel ins gelände, viel longe oder doppellonge über stangen oder einfach nur weide... wir sind regelmäßig zur kontrolle in der klinik und meiner kann ganz normal bis L weiter geritten werden, wenn ich das wollte... Bei M wirds schwieriger, weil er da schwierigkeiten hätte sich oben zu halten.. aber das muss er ja auch gar nicht mehr, da wir ja mittlerweile freizeitreiter geworden sind .
Da wir gerade einen stall bauen, habe ich für Mephisto noch ein Beistellpferd gesucht... wie der zufall es so will, habe ich eine stute gekauft, die auch kissing spines hat... aber auch Röntgenklasse2-3... die stute wurde bis vor kurzem noch ganz normal geritten, auch auf turnieren etc... sie war mehr oder weniger symptomfrei. Wenn man sie oben reingeknallt hat, hat sie taktfehler gemacht, aber mal im ernst, welches pferd macht das nicht... ihre vorbesitzer waren da wohl etwas komisch.... bei mir wird sie auch nur noch hobbymäßig geritten... leichte lektionen, viel v/a...
Und beide Pferde haben spaß an der arbeit.... siekommen freudig, sie haben keine Probleme gesattelt zu werde, etc...
Ich denke, man muss sehen wir schlimm ein Pferd KS hat... es ist viel arbeit, wenn man dann noch lange spaß an seinem pferd haben will... eine falsche reitweise macht schnell alles kaputt... das kapieren die meisten leider nicht
1.Und beide Pferde haben spaß an der arbeit.... siekommen freudig, sie haben keine Probleme gesattelt zu werde, etc...
2.eine falsche reitweise macht schnell alles kaputt... das kapieren die meisten leider nicht
@Mephisto: zu 1. : genau das meinte ich. Wer sein Pferd gut beobachtet , merkt auch, ob es Spass an der Arbeit hat oder Schmerz. Auch wenn ich dafür immer wieder belächelt werde, meine Meinung ist, dass höchstens eins von mindestens 100 Pferden " bockig" ist. Die andern 99 nicht kooperativen leiden fast immer darunter, dass keiner sieht, was sie haben! Oder es keiner sehen will. Frei nach dem mMotto: "der "Bock" hat nur keinen Bock"
zu2: Und das Schlimme ist, dass kaum einer bereit ist nen Rat anzunehmen. Selbst nicht von Leuten, die seit längerem gute Erfahrungen mit bestimmten Sachen haben. Man steht dann immer hilflos da und denkt: "das arme Pferd. Sagste jetzt ungefragt was? Ja machste mal! " Schwupp, und schon wieder eins aufn Deckel. Dabei sind die beliebten Ausreden: "das geht bei der/dem nicht, weil....... " noch das harmloseste. Bei mir ging am Anfang auch viel nicht. Aber wenn mans nicht versucht, wird mans nicht wissen. Und ich selbst habe schon unheimlich viel nur aus Gesprächen oder beim Zugucken für mich mitgenommen.
Dabei fällt mir ein: Wie genau longiert ihr KS-Besitzer eure Pferde? Ausgebunden , am Kappzaum, erst so , später so? Da hab ich noch nicht so das wirklich richtige gefunden.
@beate: ich loniere meinen meistens unausgebunden... wenn ich dreiecker, ausbinder oder was auch immer benutze, dann sucht er eh die anlehnung nicht... geht dann immer hinter der senkrechten. Meine ostheopatin riet mir dazu... am anfang liefer er nur mit der nase in der luft, jetzt läufter er ganz toll v/a... habe dabei entweder trense, kappzaum oder auch mal nur halfter drauf... klappt super gut.
Was ich jetzt auch ausprobiert habe ist die longierhilfe von kavalkade... das findet mephisto super irgendwie... war auch sehr skeptisch am anfang, aber er läuft sehr schön damit
@mephisto:
Habe auch anfangs mit Dreieckszügeln probiert. Sie macht sich zwar rund dabei, hängt sich aber auf die Hilfszügel und tritt hinten nicht ordentlich mit. Ist wahrscheinlich schön bequem so. Das Gelatsche schadet sicher nicht, hat aber glaub ich auch keinen Effekt für den Rücken. Hab dann seit etwa 3 Wochen nur noch den Kappzaum genommen. Bisher ist das v/a nicht wirklich da, nur in den Pausen und nach ungefähr 328 Galopp-Trab- Übergängen. Aber sie tritt hinten deutlich über und geht viel schwungvoller. Und trotzdem sie mit Kopf und Hals eher vorwiegend in der Waagerechten ist statt rund v/a schwitzt der Hals eher oben als unten, weil sie nicht mit dem Unterhals gegen die Dreieckszügel drückt. Ich glaub ich mach das jetzt auch mal so weiter. Danke für den tipp, ist ne Bestätigung meiner Beobachtung, motiviert so weiter zu üben und nimmt mir meine Unsicherheit.
mein pfer hat auch kissing spines...
momentan reite ich sie nur leicht und mache cavaletti arbeit longiere sie und gehe mehr raus...
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Verfasst am: Mo, 22.2.2010, 23:26
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