Ich wollte Euch hier mal ein paar Fragen zum Thema Wanderritt stellen...
1. womit bindet ihr Eure Pferde bei einem Wanderritt (oder längerem Ausritt mit Pause, etc) an?
Es gibt ja diese Wanderreithalfter, aber mit dem Material möchte ich nur ungern anbinden (ähnlich wie ein Knotenhalfter, nur eben ohne Knoten )
Hab mir überlegt noch zusätzlich einen Halsring mitzunehmen, aber zum einen müsste ich das anbinden damit erst noch üben, da Indira es noch nicht kennt, zum anderen weiß ich nicht, wie sicher/gefährlich diese Teile wiederum sind?!?!?
Es sollte halt etwas sein, was locker in die Sattel-, Horntaschen geht und nicht allzu schwer und sperrig ist...
2. denkt Ihr das ist noch "zu viel" für mein Pony?
Wir machen einen relativ kleinen Wanderritt über ein Wochenende (Fr. - So.), kleeblattförmig um unseren Hof rum, sodass man bei Bedarf wieder schnell abgeholt werden kann...
Täglich sollen so um die 30km geritten werden, natürlich viel Schritt und mit Pausen...
Es sind vorwiegend ältere Pferde dabei...
3. wie bereite ich Indira am Besten darauf vor? Denkt Ihr die Zeit reicht für eine gute Vorbereitung, wenn wir am 12. Juni starten wollen?
Hättet Ihr Tips für einen guten Trainingsplan, der die Ausdauer trainiert?
So, das wars erstmal
ich wäre sehr dankbar für viele Antworten!
Gloom
Verfasst: 09.04.2009, 10:37
Hi,
ich wanderreite zwar nicht, habe es aber früher mal getan.
Zu 1. Die Wanderreithalfter sind schon ok. Man kann sie mit Sollbruchstelle am Ende der "Schnur" ja überall befestigen. Wir haben damals ein leicht reissendes Seil um einen Baum gewickelt und in diesen den Karabiner des Knotenhalfters eingehakt. So kann das Pferd rund um den Baum, ohne sich selber festzuzurren und im Notfall reißt einfach der Strick um den Baum, so dass auch alle Pferde frei sind und es kein heilloses Durcheinander gibt.
2. Da meine Dicke problemlos 26 km zu Fuß gelatscht ist, ohne Reiter, dafür mit 0 Kondition denke ich, es sollte gehen. Natürlich nicht bei brütender Hitze und ganz ohne Training.
3. Denke, das genügt von der Zeit her. Würde sie viel traben lassen und allgemein lange Ritte unternehmen. Auch vorher an die Partnerpferde gewöhnen, falls noch nicht geschehen. Auch Du musst Dich selber an die lange im Sattel gewöhnen, ich hatte damals am zweiten Tag so einen Muskelkater, dass ich mehr wie ein Sack auf dem Pferd hing...
Indira
Verfasst: 09.04.2009, 10:59
Alter: 24
danke dir gloom!
zu 1. gute idee, oder ich mache dir sollbruchstelle direkt in den strick/in das halfter *grübel*
zu 2. ne, ganz ohne training mache ich das natürlich nicht, lange ausritte mit viel trab sind notiert, hatte ich mir auch überlegt... ich denke an das wetter muss man sich dann eh immer wieder neu einstellen, dann wird eben so geritten, wie es das wetter zulässt...
zu 3. da das shire auch mitkommt und die auf jedenfall zusammenstehen werden, wird es kein problem... das andere sind zwei wallache und noch eine (hinten beschlagene) stute... die stute würde wohl dann alleine stehen, die beiden wallache sind, wie unsere mädels sehr unkompliziert... entweder stehen sie dann nebenan, oder auch bei unseren, mal sehen...
durch die suchritte im letzten sommer, wo wir auch immer etwa 5 std. im sattel saßen und ich keine probleme hatte, müsste es gehen, hoffe ich... werde es ja aber dann auch beim training merken...
was mich aber auf zwei neue fragen bringt:
Barhuf oder Besclag? Eigentlich will ich kein Pferd mit Eisen, aber aus korrekturgründen hatte sie letztes Jahr über eine Periode welche drauf, und so soll ich es eigentlich auch jetzt im Mai wieder machen... könnte das auf so einem langen Ritt zu Problemen führen?
Thema neuer Sattel: wenn alles gut geht, bekommt Indira demnächst einen neuen Sattel... wieviel Wochen vorher sollte er mindestens "eingeritten" sein, wenn ich im Juni auf den Wanderritt gehe? Das Pad bleibt vorerst das alte...
Galöppel
Verfasst: 09.04.2009, 11:06
Alter: 33
Indira hat geschrieben:
zu 1. gute idee, oder ich mache dir sollbruchstelle direkt in den strick/in das halfter *grübel*
In den Strick natürlich, sonst stehst du ohne Halfter da.
Indira
Verfasst: 09.04.2009, 11:13
Alter: 24
@galöppel: stimmt auch wieder
ich war jetzt so auf die sicherheit des ponys bedacht dass ich mir um danach gar keine gedanken gemacht habe
henryjoecotton
Verfasst: 09.04.2009, 16:22
Alter: 51
hallo,
die lösung mit dem halfter find ich ok. das kannst du ruhig so machen.
um kondition aufzubauen müsste die zeit noch reichen. es ist gut, viel zügigen (also keinesfalls rumlatschen lassen) schritt gehen zu lassen mit trab zwischendurch.
ich find gut, dass ihr notfalls eine abholmöglichkeit habt. da ist das doch eine gute möglichkeit, sie für solche ritte zu testen.
mit dem sattel ist eine andere sache. wenn der erst kurz vorher kommt und du ihn nicht genügend testen kannst, besteht natürlich schon die gefahr, dass du den ritt abbrechen musst, weil da was nicht richtig sitzt.
mit beschlag kenn ich mich nicht aus. gefühlsmäßig würd ich sagen, nicht zu lange vorher mit beschlag warten, damit sie sich auch daran genügend gewöhnen kann.
ulla
Flicka
Verfasst: 09.04.2009, 19:20
Alter: 20
zu1: ich hab immer ein Halfter dabei, egal wie weit ich reite. So viel Platz plan ich immer noch, so groß ists ja auch ned und es ist einfach die Sicherste Möglichkeit ein Pferd in der Pause anzubinden.
zu2: ne das ist nicht zu viel, 30km sind ja nicht die Welt. das dürfte recht locker gehen.
zu3: einfach viel mit ihr ins gelände gehen, auch längere Ritte machen und Kondition aufbauen. 30km sind eigentlich relativ flott geritten...da hat man kaum begonnen unds ist schon wieder vorbei.
und zu den Eisen: Ich hatte noch nie welche drauf. Wenn sie gute Hufe hat und auch sonst im Gelände keine Probleme hat kannst du dir das sparen.
Shalli
Verfasst: 09.04.2009, 19:31
Alter: 23
zu 1. ich habe auch immer mein normales Stall halfter dabei.
zu 2. 30 km sind wirklich nicht viel
zu 3. einfach regelmäßig auch mal ne längere Strecke gehen. Viel Schirtt und viel Trab
Wenn sie bis jetzt keine Eisen hat und sonst keine braucht würde ich keine drauf machen.
wilonja
Verfasst: 09.04.2009, 21:37
Alter: 39
Ich habe auch immer mein normales Halfter dabei und wie die anderen schon sagten 30 KM sind sschneller geritten als du denkst und das kann sie sehr gut schaffen. wenn sie gewohnt ist Barhuf zu gehen sehe ich da auch weniger probleme, denn du wirst ja so wie sonst auch in den Grasstreifen weichen.
Indira
Verfasst: 10.04.2009, 11:44
Alter: 24
erstmal, vielen dank für eure antworten!
@hjc: das mit dem sattel ist mir bewusst, ich wollte nur in etwa wissen, ob man da vielleicht eine zeitangabe machen kann? also mind. 4 wochen vorher oder so? wenn alles gut geht, bekomme ich aber in den nächsten zwei wochen einen neuen sattel...
mit dem beschlag warte ich auch nicht allzulange, der schmied kommt im mai, ich denke das dürfte reichen, zumal sie letztes jahr sehr gut damit klargekommen ist... meine bedenken gingen eher in die richtung "belastung" auf so einem langen ritt... leider muss ich sie nochmal korrekturstellen lassen (ich hoffe ja, dass das durch ist, wenn der sommer vorbei ist...), nur soll ich das noch vor dem ritt machen, oder erst im juli?
ich tendiere fast dazu sie beschlagen zu lassen, da sie vorne doch recht fühlig ist und nicht immer gerne auf dem wiesenstreifen läuft... auf hartem boden geht sie dann dementsprechend etwas langsamer, was vielleicht etwas schwierig wird, da die anderen dann schneller sind...
nur, was wäre, wenn sie ein eisen verlieren würde? hm... nicht so einfach das ganze
@flicka (oder m. *räusper* ): mit dem halfter geb ich dir recht, das ist die sicherste möglichkeit... hm... mal sehen wie ich es mache, vielleicht lässt sich ja noch ein plätzchen finden...
zu den eisen: hinten hat sie super hufe die sich sehr gleichmäßig ablaufen, vorne tendiert sie (rechts sehr viel stärker als links) zum bock- und zwanghuf, deswegen auch die korrektur mit eisen... dieses "manko" lässt sie vorne auch sehr fühlig laufen... es ist bei weitem noch keine fehlstellung, aber die tendenz besteht und die fühligkeit dadurch eben auch als sie letztes jahr für eine beschlagsperiode die eisen drauf hatte, lief sie super... aber ich hoffe einfach, dass ich sie in ein bis zwei jahren wieder barhuf laufen lassen kann...
@shalli und wilonja: danke euch! zu den eisen siehe oben