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Hallo!
Ich habe eine 3 1/2 jährige Stute, die ich Ende des Jahres eingeritten werden soll. Da mir leider ausser einem unbeleuchten Mini-Reitplatz keine Trainingsmöglichkeiten und kein Trainer zur Verfügung stehen, wollte ich sie über den Winter in einen Reitstall stellen, und sie da mit einem erfahrenen Trainer einreiten.
Ich habe mich schon viel erkundigt und mir Meinungen und Erfahrungen schildern lassen. Die meisten Ställe fallen bei mir direkt raus, weil mein Pferd dort den ganzen Tag in einer Box stehen würde oder die Methoden der Trainer mit nicht gefallen.
Letztens habe ich von einer Bekannten einen Tipp bekommen, von einem Stall, der bei uns in der Nähe ist. Dort sind große Boxen mit viel Weidegang, auf Wunsch auch 24h Weide. Eine wunderschöne Halle und ein toller Platz. Und vor allem: nette Leute, und Trainer, die zusammen mit dem Besitzer das Pferd ausbilden. Die Pferde werden da schonend angeritten.
Mein einzigster Bedenken ist, dass es ein reiner Westernstall ist. Und ich reite nunmal Englisch. Ich gehe zwar keine Turniere und bin meist im Gelände unterwegs.
Jedoch soll mein Pferd auch ein wenig Dressur geritten werden und eventuell mal ein paar kleine Sprünge machen.
Seht ihr darin ein Problem? Ich kenne mich leider mit den "Methoden" nicht aus, wie ein Westernpferd eingeritten wird. Kommt es in der Grundausbildung dem Englischreiten ähnlich?
im Prinzip ist die Grundausbildung ähnlich. Das Pferd soll lernen sich lenken zu lassen, anzuhalten und alle drei Grundgangarten im ruhigen Tempo verlässlich gehen. Es soll allerdings selbständiger sein und wird daher nicht lernen in Anlehnung zu gehen, sondern nur, beim Annehmen des Zügels im Gebiss nachzugeben. Auch treibt man weniger stark. Wahrscheinlich wird es später nicht verstehen, was du von ihm willst, wenn es in Anlehnung gehen soll, sondern noch weiter mit dem Kopf nach hinten dem Zügeldruck im Maul ausweichen und sich so möglicherweise verkriechen. Das kann man bestimmt wieder raustrainieren, wird aber seine Zeit dauern.
Allerdings wird ein guter Berittplatz auch dir beibringen, wie du mit dem Pferd am besten klar kommst. Möglicherweise passt du dann deine Reitweise an die des Pferdes an.
Wenn du wirklich weiter englisch reiten willst, würde ich davon abraten. Ganz einfach weil für ein junges Pferd das Anreiten ganz schön viel Neues bedeutet. Das Erlernen der Hilfen usw ist kompliziert. Und wenn du dann nach recht kurzer Zeit wieder andere Ziele steckst, wirst du das Pferd verwirren.
Kannst du nicht dein Pferd in dem Stall unterstellen und einen externen Trainer sazu nehmen? Die Westernreiter werden den Trainer dann ja nicht als Konkurenz sehen.
Frag doch den Trainer erst mal - viele Westerntrainer kommen ursprünlich vom klassischen Reiten und soo gravierend sind die Unterschiede am Anfang wirklich nicht.
Tinchens Idee mit dem "englischen Fremdtrainer" finde ich ansonsten auch sehr gut.
Tja, wenn ich die große Auswahl an Ställen und Trainern hätte, würde ich mir die Frage nicht stellen...
Bei uns in der Gegend ist es halt schwer
1. einen artgerechten Stall zu finden. Und darunter verstehe ich z.B. viel Weidegang. Wo ich aber auch die Möglichkeiten habe, mit meinem Pferd zu trainieren. Dazu brauche ich zumindest einen wetterfesten, beleuchteten Reitplatz damit ich auch im Winter was mit meinem Pferd machen kann.
und 2. einen Trainer, der nicht meint, ein Pferd in 4 Wochen einzureiten oder mit Gerte, Sporen und Ausbinder bewaffnet zu mir kommt.
Deswegen ist meine Frage ja die, ob die Grundlagen beim Einreiten, in beiden Sparten ähnlich sind.
So dass ich in allen Gangarten mein Pferd reiten kann und dann, natürlich mit weiterem Unterricht darauf aufbauen kann.
Ich würde erstmal mit dem Trainer dort darüber sprechen.
Man weiss ja nicht, ob er nicht auch klassisch bzw englisch geritten ist.
Wenn rauskommen sollte, das er dein Pferdchen rein Westernmässig ausbilden würde, dann würde ich dazu tendieren einen anderen zu suchen,
auch wenn die Grundprinzipe gleich sind, ist das doch grade in der Anfangsphase sehr schwer für ein Pferd zu verstehen, wenn du dann komplett was anderes willst.
also wie die anderen schon sagen , ich würde auch nicht erst wenn er nur western macht das machen und dann nach einem jahr oder so umsteigen , das ist für das junge pferd zu verwirrend oder es fängt dann an zu blokieren und macht gar nichts mehr richtig auch unwissen .
ansonsten kann ich nur raten , wenn es gar nicht anderes geht , guck mal etzwas weiter weg und zur not musst du dein pferd für drei monate weiter weg stellen und sozusagen in voll ausbildung geben
oder wenn du sowieso nur freizeitmäßig reiten willst , warum nicht eben western ? ist doch auch sehr angenehm und springen über kleine sprünge kann man durchaus auch im western sattel
ihr könnt dann ja auch zusammen lernen
also was man mit welchem sattel reitet ist wurscht, aber ich habe mir sagen lassen, dass man beim einreiten die reitweise verfolgen soll, die man auch beibehalten will, genauso wie die passende ausrüstung von vorteil wäre.
ich habe mein englisch-pferd mit hilfe einer western-trainerin ausgebildet, ganz am anfang.
die unterschiede sind nicht SO gross. in beiden reitweisen wird das pferd ans gebiss herangeritten; das "selbst tragen" bei den westernreitern kommt erst dann, wenn das pferd die muskuläre vorbildung hat.
der einzige "unterschied", der in meinen augen keiner sein sollte sondern den FN-pferden auch gut tun würde: impulsartige hilfen. das ist das, wo die FN-reiter SPÄTER hinwollen, die westernreiter fangen damit an: wenig sichtbare hilfen, impulsartig und nicht dauernd.
also, auch ein westerntrainer wird ein jungpferd mit leichter anlehnung und V/A im arbeitstempo auf grossen gebogenen linien reiten. und dabei eben NICHT dauernd mit dem bein dran sein.
das aufnehmen kommt beim FN-pferd später. dann, wenn ein westernreiter vom gebiss wegreitet. da trennen sich dann die wege.
hallo,
ich würd als erstes mit dem trainer sprechen. es kann gut sein, dass er dir da entgegenkommen kann. es gibt sehr flexible trainer. ansonsten würd ich sagen, es kommt drauf an, wieweit zu englischreiten willst. wenn es wirklich das übliche reine englischreiten ist und der trainer bietet es nicht an, dann würd ich das pferd da nicht ausbilden lassen. denn es bestehen schon einige unterschiede in beiden reitweisen.
ulla
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Verfasst am: Mo, 20.7.2009, 16:21
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