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Wie seht ihr diese Reitweisen?
 Interessiert mich nicht  23%  23%  [ 3 ]
 Finde ich interessant, aber nutze es nicht  54%  54%  [ 7 ]
 Reite schon spanisch/ iberisch und finde es gut  15%  15%  [ 2 ]
 Ich reite nach der Légèreté und finde es gut  8%  8%  [ 1 ]
 Ich mag beide Reitweisen nicht  0%  0%  [ 0 ]
Abstimmungen insgesamt : 13

Autor Nachricht
Was haltet ihr von RW wie der Spanischen und der Légèreté?
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 09:48 

Alter: 31
Ich finde es immer wieder spannend, wie andere über diese beiden
Reitweisen denken oder was sie von ihnen halten.

Die Meinungen gehen so stark auseinander und es gibt so viele
unterschiedliche Erfahrungen damit, die ich immer gerne höre, um mir meine
eigene Meinung zu bilden oder einige Dinge neu zu sehen.

Was für Vor- und Nachteile seht ihr in diesen Reitweisen? Sie sind
unterschiedlich und haben doch ihre Gemeinsamkeiten.

Was für Erfahrungen habt ihr gemacht und warum habt ihr euch dagegen
oder dafür entschieden?

Habt ihr euch damit schonmal beschäfftigt oder interessieren euch diese
Reitweisen überhaupt nicht?

Für welche habt ihr euch entschieden und warum?

Dies soll nicht zum Streiten führen, sondern ein sachliches Thema werde,
in dem fachliche Kritik aber gewünscht ist.

So und nun erzählt mal: :D


 
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 11:08 

Alter: 31
Ihr dürft auch gerne was dazu schreiben! :wink:


 
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 11:27 
Hm, ich finde sowas extrem schwer zu beantworten.

Meiner Meinung nach gibt es keine "spanische Reitweise", und das mit der Läscherätätätä ist auch so eine Sache...

Wollen wir nicht eigentlich alle mit Leichtigkeit reiten?
Ist das, was die Westernreiter machen nicht auch "leicht"?
Sollte ein gut ausgebildetes Dressurpferd nicht auch leicht an den Hilfen stehen und tänzerisch seine Aufgaben lösen?

Es sind doch im Endeffekt wieder Modeerscheinungen und die eine neue Begriffwahl, die die Gurus der heutigen Zeit benutzen um wieder auf Kundenfang zu gehen.
Das was sie vermitteln wollen ist nichts anderes wie alte Reitkultur, nur neu verpackt.

Ich denke, es gibt keine "richtige" Reitweise, nur gutes oder schlechtes Reiten, egal in welche Sparte man schaut.


 
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 12:05 

Alter: 31
Da geb ich dir im Grunde recht.

Eine Modeerscheinung ist da tatsächlich draus geworden. Aber wirklich negativ finde ich das nur, wenn auch daraus wieder so ein Tunierwahnsin entsteht, der nichts mehr mit der "Reitweise" zu tun hat.

Ich bin seit 7 Jahren dabei und freu mich eigentlich darüber, daß viele ihre Art zu reiten überdenken. Das ist seit diesem Hype vermehrt entstanden. Es muss ja nicht immer der völlige Umwurf sein, aber viele wurden etwas sensibilisiert für die "feine Reiterei".

Ich hoffe, daß es durch die Mode nicht zu sehr belächelt wird und wir nicht mehr nur als Kostumreiter belächelt werden. :lol: Die Gefahr ist leider immer da. Das geht allen Modereitweisen wohl schon so. Was wohl oft nicht gesehen wird, daß damit nichts neues erfunden wurde, sondern was altes wieder auferlebt wird. Und man zu dem ursprüglichen wieder zurück kommt.

Grundsätzlich sollte es in jeder Reitweise pferdegerecht und "leicht" zugehen. Leider hat es sich in der englischen ja irgendwie in eine andere Richtung bewegt. Ich möchte nicht damit sagen, daß alle so sind, aber es hat sich in eine "Kraftreiterei" entwickelt. Der Ursprung war bestimmt auch nicht so. Ich möchte auch gar nicht die FN oder alle Tunierreiter verurteilen. Da passiert ja gerade was und ich hoffe es geht positiv aus.

Die iberische- und Westernreiterei ist sich grundsätzlich wohl sehr ähnlich. Es sind Arbeitsreitweisen, mit dem selben Ziel, aber einer etwas anderen Ausführung. Der große Unterschied ist wohl die Versammlung.

Auch die iberische Reiterei ist durch dubiose Bereiter aus Spanien oder Deutschland bald nicht mehr das, was sie eigentlich sein sollte. Da muss ebenfalls aufgepasst werden.

Was mir an beiden Reitweisen gefällt (ich reite beide und nutze sie je nach Typ des Pferdes), ist die Arbeit an der Hand und die , ich sag jetzt mal, genauere Ausbildung des Pferdes. Es wird bis ins Detail erarbeitet und eine korrekte Anlehnung und Versammlung ist das wichtigeste dabei. Jeder Schritt ist gut durchdacht und sollte mit viel Feinheit und Losgelassenheit geschehen.

Auch wenn jetzt vielleicht einige Englischreiter aufspringen und schreien, aber der Kontakt zum Pferdemaul sollte (vor allem in der Légèreté) weitaus weicher und feinfühliger, als in der Englischen. Es ist immer nur ein feiner Kontakt da, kein dauerhafter Kontakt. Es gibt so einige deutliche Unterschiede. Für mich am idealsten. Was aber nicht zwingend für jeden gelten muss.


 
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 13:16 

Alter: 27
Ich kann eigentlich nur was zu der Reitweise nach PK sagen, weil ich mich damit in letzter Zeit recht viel beschäftigt habe. Und ich muss sagen, dass einige Ideen und Ansätze sehr gut sind und durchdachhter als die FN Reitweise.

Allerdings bin ich trotzdem der Meinung, dass die FN Reitweise eine gute Reitweise ist, die nich zu Lasten des Pferdes geht. Das Problem ist nur die oft so fehlerhafte Ausführung. Und das Problem gibt es auch bei den "Alternativen" (um jetzt mal die ganzen Reitweisen außer Western und Englisch zusammenzufassen) Da habe ich auch schon viel übeles gesehen, was sich hinter dem Namen "Legerete" verbirgt. Das fäng bei Pferd latschen lassen an und hört bei ständigem Zügel nach oben reißen (um die Zunge frei zu halten) auf.

Grundsätzlich kann man beides gut und schlecht ausführen und dementsprechend ist es dann auch gut oder schlecht für´s Pferd.

Ich werde jedenfalls nächsten Sommer mal ein paar Reitstunden nach PK nehmen und dann habe ich wahrscheinlich auch noch eine fundiertere Meinung.


 
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 16:52 

Alter: 46
Ich betrachte das ganze so als Westernfreizeitreiterin wohlwollend aus der Ferne. Ich finde, diese vielen verschiedenen "neuen" oder auch uralten, nur wieder neu ausgegrabenen Methoden bereichern die Welt des Umgangs zwischen Mensch und Pferd jede auf ihre Weise.

Ich finde es einfach immer wieder toll und spannend, was an Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Pferd & Reiter so ausgebuddelt wird. Die "beste" Reitweise hat es ohnehin nie gegeben und die wird es sicher auch nie geben, nur unendlich viele Variationen desselben Themas.

Wichtig ist nur, sich selber in diesem Gestrüpp nicht heillos zu verirren.

Deinem Pferd ist es letztlich schnuppe, wie sich das nennt, was Du mit ihm machst, Hauptsache, es tut Euch beiden gut!


 
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 17:24 
Im Prinzip reicht es eigentlich, die vorhandenen Regeln der Reitweise seiner Wahl zu befolgen, dann kommt man auch zu einem sinnvollen Ergebnis. Vorausgesetzt, man ist bereit, ans ich zu arbeiten. Aber das muss man überall.
Sicher mag der ein oder andere Ansatz mal ganz interessant sein, an sich aber ist es schlussendlich egal, solange man sich an das hält, was geschrieben steht und nicht an was, was irgendwer mit großem Namen vormacht.
Von daher sind mir "Spezialreitweisen" an sich eigentlich herzlich egal. Wems gefällt, der solls tun. Hauptsache, man macht keine Mission daraus ;)


 
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 17:27 

Alter: 26
Ich werde in der nächsten Zeit eine oder ein paar klassisch-barocke Reitstunden nehmen und bin schon total gespannt! Interessante Geschichte.


 
BeitragVerfasst: 26.11.2009, 22:17 

Alter: 23
Ich schließe mich da Tinchen an.

Beschätigen tu ich mich immer wieder mit anderen Reitweisen und lasse meist auch das ein oder andere davon in meine Reiterei einfließen.
Ich selber richte mich aber im großen und ganzen auch nach der FN (auch wenn ich der Meinung bin, dass das ein oder andere noch besser gemacht werden könnte), allerdings mit einem leichten "Drall" zum Barock hin.

Ich denke auch, dass wir alle auf das gleiche Ziel hinarbeiten. Wir alle wollen mit unserem Pferd auf eine möglichst leichte und (für beide Parteien) angenehme Art kommunizieren. Der Weg dorthin unterscheidet sich freilich, aber die Eckpfeiler sind doch alle sehr ähnlich.


 
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