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Autor Nachricht
BeitragVerfasst: 04.06.2010, 11:14 

Alter: 27
Ich wollte nicht schwarz-weiß mahlen. Ich wollte nur in Kurzform die Theorien wiedergeben, ohne jegliche Wertung. Du darfst mich natürlich gerne korrigieren, wenn ich da etwas nicht ganz korrekt wiedergegeben habe.

Ich sag ja auch nicht, dass die DifHO mit ihrer Theorie richtig liegt, ich sage nur, dass das eben die Theorie dahinter ist.

Zu den Wildpferden: das sich da generell an Wildpferden orientiert wird stimmt aber auch nicht. Guck dir mal die Hufe der Wildpferde in England oder im Meerfelder Bruch an, die haben gänzlich andere Hufe.
Es wird sich an den Hufen der Wildpferde auf rauhen/felsigen Untergründen orientiert. Wildpferdeideale auf anderen Böden hätten eine ganz andere Hufbearbeitung zur Folge.


 
BeitragVerfasst: 04.06.2010, 11:21 

Alter: 23
Nach meinem Informationsstand wird sich beim NHC rein an Mustanghufen orientiert?


 
BeitragVerfasst: 04.06.2010, 11:40 

Alter: 24
@Tinchen: das war auch in keinster Weise auf Dich bezogen! Das bezog ich auf die Aussage von Westernreiterin ;-) Und sollte von mir auch nicht böse rüber kommen!

Korrigiert habe ich Dich ja :lol:

zu den Wildpferden: Der Begriff ist wahrscheinlich so weitläufig, dass man ihn kaum pauschalisieren kann... deswegen ja auch der Hinweis zu den Mustangs...

zu den Untergründen:
da gebe ich Dir recht! Und das ist auch das, was man bei uns eher vorfindet... Unsere Pferde stehen nur wenige Stunden des Tages auf der Wiese, ansonsten haben sie einen befestigten Auslauf mit Schotter/Sand, Beton oder Hackschnitzel, also nichts wirklich "weiches"... das war ja auch der Grund, weshalb ich sagte man SOLLTE die Haltung an die Bearbeitung anpassen, oder eben umgekehrt ;-)

Pferde die das ganze Jahr über auf der Wiese stehen und kaum mal auf Asphalt kommen, können mit diesen Böden natürlich kaum umgehen... aber das entspricht auch nicht meinem "Ideal" der Haltung ;-) ... und ist - gerade wenn man Pferde reitet - auch nicht immer so zu vermeiden, dass man das Pferd eben auch mal auf Sand oder Schotter bewegt...

Nochmal: meine Aussagen sollten in keinster Weise negativ oder gar böse rüberkommen! ich finde die Diskussion hier wirklich spannend und freue mich auf weitere in dieser ruhigen und sachlichen Art!


 
BeitragVerfasst: 04.06.2010, 11:50 

Alter: 23
Indira, Nunja ich denke nicht, dass man bei uns hauptsächlich harte Böden für die Pferdehaltung vorfindet. Viele Pferde stehen den Tag über auf der Koppel und nachts in Boxen mit Strohmatratze oder Sägespänenstreu, das ist eher so das was man zumindest in meiner Umgebung vorfindet.
Dass das nicht ideal ist, ist natürlich klar!
Mein Pony steht zur Zeit z.B. auch den ganzen Tag auf der Koppel und sieht höchstens beim Ausreiten oder auf dem Weg zur Halle Schotter und Teer.
Deswegen finde ich eigentlich, dass die Böden zum großteil eher weich sind.

Aber wie siehst du das mit dem Bewegungspensum? Ein Wilpferd läuft täglich 30-50km. Eine solche Strecke werden unsere Pferde wohl kaum zurücklegen.


 
BeitragVerfasst: 04.06.2010, 11:57 

Alter: 24
@Westernreiterin:
Ich hab ja auch von unseren geredet :zunge

schließlich habe ich ja auch weder Einfluss auf die Haltung, noch auf die Hufbearbeitung anderer Pferde ;-) das muss einfach jeder für sich selbst entscheiden, denke ich...

Dass man das Bewegungspensum wahrscheinlich nicht dem, der Wildpferde anpassen kann, ist klar und das bestreitet wahrscheinlich auch niemand ;-)

Schließlich haben wir ja domestizierte Pferde...

Aus diesem Grund brauchen unsere Pferde ja auch eine Hufpflege, anders wäre diese nicht nötig und möglich ;-)

Beispiele zur "optimierten" Haltung habe ich Dir ja schon weiter oben gegeben --> "Paddock Paradise" als Stichpunkt, oder eben getrennte, weit auseinandere liegende Funktionsbereiche (liegen, fressen, trinken), die das Pferd "zwingen" sich (bestenfalls über verschiedene Böden) zu bewegen!

Und die (tägliche) Arbeit trägt natürlich ebenfalls zum Bewegen bei ;-)


 
BeitragVerfasst: 04.06.2010, 12:19 

Alter: 23
Indira, finde ich super, dass du deinen Pferden eine optimale Haltung ermöglichst aber allgemein gesprochen kann man das eben leider großteils nicht so sehen.
Was mich am NHC ein bisschen stört ist halt, dass der Huf zu einem "Wunschmodell" hingearbeitet werden soll, was ja im Widerspruch dazu steht die Hufe individuell ans Pferd anzupassen.
Meiner Meinung nach ist auch wie ein Wildpferdehuf aussieht einfach kein Idealzustand, gerade wenn man bedenkt, dass von unseren domestizierten Pferden ja mehr verlangt wird als sich langsam im Schritt vorwärts zu bewegen.
Aber jede Bearbeitungsmethode hat seine Vor- und Nachteile und man muss eben gucken was für sein Pferd das beste ist.


 
BeitragVerfasst: 04.06.2010, 12:31 

Alter: 24
Das mit dem "Wunschmodell" kann ich so gar nicht bestätigen, denn auch die Wildpferdehufe sind ja durchaus unterschiedlich...

Bei der Bearbeitund wird immer individuell aufs Pferd eingegangen und geschaut, wie sich der Huf ausrichten will... ein gutes Beispiel sind unsere 3 Pferde, alle haben verschiedene Hufe und werden ganz individuell bearbeitet... durch die Minimalbearbeitung kann man eigentlich auch gar nichts "erzwingen"... auch bei Rehehufen oder anderen Erkrankungen wird immer wieder individuell "angepasst"!

Ich glaube man findet in jedem Bereich schwarze Schafe, die nicht so arbeiten, aber von meiner Hufpflegerin kann ich das nicht behaupten.

Hm, das mit den Wildpferden, wie du es beschreibst, kann ich so auch nicht bestätigen... sie müssen über verschiedenste Untergründe, die meiste Zeit zwar im Schritt, aber bei einer Fluchtsituation von 0 auf 100 und dann eben auch über Schotter, etc.

Ob man da heutzutage von unseren Pferden "mehr" verlangt? Ich denke nicht...

Und auch wenn ich mit meinem Pferd arbeite, verlange ich nicht pausenlos Gallopp... die ein- bis zwei Stunden Arbeit täglich (bei den meisten Pferden) sind in meinen Augen nicht zu vergleichen mit den 20 Stunden durch die Gegend schreiten und durchaus öfters mal im Fluchtgallopp bis zu 1 km richtig rennen...

Aber, du hast Recht! Jeder soll das für sich mitnehmen, was er denkt sei das Beste! Anders geht es ja auch gar nicht und so ist es gut! ;-)


 
BeitragVerfasst: 04.06.2010, 17:29 

Alter: 27
Hab ich auch nicht böse aufgefasst. :wink: Ich wollte nur klarstellen, wie ich das gemeint habe.

Ich denke es ist so wie mit fast allem: manche Pferde kommen damit besser klar, manche damit. Da muss man eben für sich und sein Pferd den besten Weg finden.

Ich habe nur persönlich so mein Problem mit dem Wildpferdehufideal. Ich denke eben, dass diese Hufe aufgrund der herrschenden Bedingungen entstanden sind. Und diese Bedinungen entsprechen nicht den Haltungsbedinungen unserer Pferde, daher muss da auch nicht diese Hufform das Ideal sein.

Aber genauso möchte ich nicht behaupten, dass diese Bearbeitunsgmethode schlecht ist. Da gibt es mit Sicherheit fähige Leute und sicher auch Pferde, die damit wunderbar laufen. Da muss man eben den für sich passenden Weg finden.


 
BeitragVerfasst: 05.06.2010, 13:25 

Alter: 24
@Tinchen: ok, dann ist ja alles Bestens ;-)

Das mit den Bodenverhältnissen finde ich - wie oben schon beschrieben - bei UNSEREN pferden eben weniger... die stehen die meiste Zeit auf hartem Boden, bzw. haben verschiedene Böden über die sie rüber müssen... und, dass in Amerika - wo die Mustangs leben - nur steinige Untergründe sind, stimmt ja so auch nicht :-)

Heute habe ich wieder die Hufe bearbeitet und gesehen dass sich die Eckstreben wieder zurückziehen (waren ja nur 3 Tage nach dem wegschneiden wieder da!), ich denke während der Nässe der vergangene Tagen brauchte der Huf diese einfach, jetzt wo es hier trocken und heiß ist, läuft sie sie sich ab und sie bilden sich nicht mehr so stark nach...


 
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