Ich hab länger nichts mehr von mir hören lassen, aber nun bin ich wieder da.
Ist viel passiert, sollte mal meine Fotobox aufarbeiten...
So ich hab im Net gesucht, auch unter der Suchfunktion hier und nichts passendens gefunden. Also was mich interessiert:
- Rammigkeit: was ist das genau für eine "Krankheit"? - in wieweit kann ein rammiges Pferd eingeschränkt sein, kann sich das verschlimmern? - würdet ihr ein rammiges Pferd kaufen (hört sich komsich an)?
Ich hab den Begriff bis vor einer Woche noch nie gehört und kann nicht wirklich viele Infos dazu finden.
Bin mal auf eure Kenntnisse gespannt
Indira
Verfasst: 15.06.2010, 16:03
Alter: 24
Den Begriff hab ich auch noch nie gehört... gibt es da vielleicht noch einen anderen Ausdruck für?
*Aimy*
Verfasst: 15.06.2010, 16:16
warum erklaerst du denn den begriff net?
vielleicht heisst das bei uns anders....
*CaPa*
Verfasst: 15.06.2010, 17:32
Alter: 24
Also das ist gar nicht so leicht:
Das Pferd, was ich meine (das rammig ist) geht wenn man es aus der Box holt am Anbinder wie als wenn es Transportgamaschen anhat, wenn es sich mal umdreht (aber halt auch net immer).
Das Pferd ist ansonsten top fit und durchgecheckt, keine anderen Erkrankungen. Nur durch diese Rammigkeit, was auch als Schönheitsfehler bezeichtnet wurde, eigent sie sich net für die Zucht.
Beim Führen bzw. Reiten merkt man das gar nicht, da läuft es ganz normal.
Das eine Pferd von Isabell Werth (ich glaub das was gedopt worden ist) soll das angeblich auch haben. Angeblich soll das eine Sache mit den Muskeln sein, sodass bei manchen Pferden im Stehen hinten ganz leicht Zuckbewegungen machen könnten....
Also ich hab das vorher auch noch nie gehört. Der Züchter hat die Rammigkeit versucht mit einer Eigenbluttherapie zu behandeln, was aber nichts gebracht hat.
Hilft das etwas? Ich hab keine Ahnung, wie das noch heißen könnte bzw. wie man es anders beschreiben kann....
Indira
Verfasst: 15.06.2010, 18:13
Alter: 24
Meinst Du einen Hahnentritt?
Pebbles
Verfasst: 15.06.2010, 18:31
Das ist eine Nervenkrankheit, die zu Muskelverkrampfungen und unkontrollierten Bewegungen führt- genetisch bedingte Ursache, so weit ich weiß. Und außerdem unheilbar. Mit zunehmenden Alter des Pferdes werden die Symptome wohl auch stärker.
Pferdemaler
Verfasst: 15.06.2010, 22:14
Alter: 36
Google mal 'Zitterkrankheit'.
*CaPa*
Verfasst: 15.06.2010, 22:40
Alter: 24
Ah danke Pferdemaler, nu kommen wir der Sache näher mit dem Stichwort Zitterkrankheit:
Shivering-Syndrom
Charakteristisch sind Muskelkrämpfe, die vor allem eines oder beide Hinterbeine, Kruppe und Schweif betreffen.
Kranke Pferde verharren krampfartig mit halbgebeugten oder unter den Bauch gezogenen Beinen, besonders wenn die Hufe zum Säubern, Ausschneiden oder Beschlagen hochgehoben werden. Gleichzeitig heben sie oft den Schweif.
Im Gegensatz zum Hahnentritt, mit dem die Krankheit anfangs leicht verwechselt wird, stellen die Pferde ihre Hufe allerdings nicht schlagartig wieder auf den Boden, sondern setzen sie langsam ab, wenn der Anfall vorbei ist. Das kann nur ein paar Sekunden oder auch einige Minuten dauern.
Im fortgeschrittenen Stadium sind manche Tiere nicht mehr in der Lage, die Beine längere Zeit locker hochzuhalten, so dass das Beschlagen und selbst das Ausschneiden des Hufs unmöglich wird.
In sehr seltenen Fällen sind auch die Vorderbeine betroffen, die beim Hochheben nach vorne gestreckt werden, während die Muskeln über den Ellenbogen zittern.
Muskelspasmen können auch in der Kopf- und Nackenregion auftreten, so dass die Augenlider schnell zwinkern, und die Ohren zucken. „Das ist aber sehr selten“, sagt Pferdefachtierarzt Dr. Dirk Fister, Chef der Tierärztlichen Klinik für Pferde Bilsen bei Hamburg.
Wenn das Pferd vorwärts läuft, zuckt es entweder gar nicht oder nur während der ersten paar Schritte. „Unter dem Reiter und unter Belastung sind keine Symptome zu sehen, es sei denn, das Pferd läuft rückwärts. Das können Shivering-Pferde oft nur sehr schlecht und nur für ein paar Schritte“, sagt Dr. Fister.
Die Symptome verschlimmern sich, wenn das Pferd aufgeregt ist. „Shivering-Pferde sind meist keine guten Hängerfahrer; sie kommen häufig schweißnass an, weil die Anfälle ihnen Angst machen“, sagt Dr. Fister. „Oft löst ein unbekannter Bodenbelag wie der Gummiboden im Behandlungsraum einen Anfall aus“, beobachtet der Tierarzt.
Die Muskulatur schrumpft (Atrophie), wenn die Krankheit fortschreitet; die Beine werden steifer, die Hinterhand schwächer. Häufig stehen Pferde dann auch ungewöhnlich breitbeinig.
Quelle:
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ist das so schlimm wie es sich anhört???
Edit:
hier ist nochwas:
Es handelt sich um eine Erkrankung des zentralen Nervensystems, die Gleichgewichtsstörungen auslöst, wenn das Pferd - wie zum Beispiel beim Beschlagen, Bandagieren und Putzen - längere Zeit auf nur 3 Beinen stehen kann. Das Pferd beginnt dann aus Unsicherheit zu "zittern" und macht unkontrollierte Ausfallschritte, da es glaubt, das Gleichgewicht zu verlieren und "umzufallen". Diese Krankheit ist zwar nicht schmerzhaft, und sie schränkt auch die Sporttauglichkeit des Pferdes nicht ein, aber sie bewirkt wegen der unkontrollierten Ausfallschritte eine erhöhte Verletzungsgefahr für die am Pferd arbeitenden Personen (Schmied, Pfleger, Reiter).
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*Aimy*
Verfasst: 16.06.2010, 09:03
unser rubinstein hat auch nen hahnentritt....mal besser, mal schlechter....
hat er meist bei uebergaengen und so. naja das sehen richter nicht so gern aber was soll ma denn dagegenmachen
Shalli
Verfasst: 16.06.2010, 10:31
Alter: 23
@Capa da solltest du dich mal obsession in Verbindung setzten. Der ihr Pferd hat auch diese Krankheit.