hey, habe in meinem tagebuchthread schon gefragt, aber keinen Tipp bekommen:
Catty lässt sich vom Galopp total schwer in den Trab (vom galopp in den schritt möchte ich gar nicht reden.... ) durchparieren, sie will immer weiter galoppieren und braucht ne "Landebahn" von ca 10 Metern, ehe sie wirklich trabt und dann noch weitere zehn, ehe sie steht...
SIE KANN ES, dass weiß ich, weil sie, wenn z.B. mein Freund am Wegrand steht, durchaus aus dem Galopp n Vollstopp hinlegt, und dass nur mit ner Gewichtsverlagerung als Hilfe...auch wenn der Weg zuende ist, und sie weiß, es geht eh nicht weiter, klappt alles natürlich wunderbar...aber mitten auf einer Strecke...nno way!! ich muss echt heftig am Zügel rupfen und das will ich eigentlich niicht.
Sie wird zwar durchlässiger, wenn ich, bevor ich galoppiere, ganz viel Übergänge reite (Schritt/Halt, Trab/halt, Halt/Rückwärts Rückwärts/Trab....), aber wenn sie erstmal im galopp ist, will sie laufen...sie ist auch eher n laufpferd, also überhaupt nicht faul...aber so solls nicht weitergehen...bin auch schon die "Galoppstrecken" monatelang konsequent Schritt/Trab geritten, weil sie sich halt sehr schnell merkt, wo galoppiert werden darf....
Hat jemand n Tipp??
Hi,
ich habe mal von der "Leckerlibremse" gelesen o. gehört. Keine Ahnung ob das wirklich wirkt. Das soll die ultimative, schmerzfreie Notbremse, die einem Pferd auch noch Spaß macht. Man bringt die seinem Pferd bei, indem man eine Zeitlang nach jedem Halten dem Pferd ein Leckerli ins Maul schiebt. Man verbindet den Wunsch durchzuparieren mit einem Lautsignal. Die Verbindung Ho und Leckerli kann man schon am Boden üben. Aber bei allem Respekt, Leckerli sollen ja wiederum auch nicht auf Dauer gut sein.
Ich habe eine RB die mir im Gelände auch immer abgeht und schwer zu parieren ist. Ich reite dann meist Volten oder Kreise. Auf einem Weg ist das allerdings schwierig.
Also das mit dem leckerlie kann vllt ne weile gut gehen denke ich, aber wenn sichs Pferd gemerkt hat halten=leckerlie, dann hälts Pferd bestimmt iwann auch einfch so an ohne aufforderung, weils dann nen leckerlie erwartet.. (ich hoff ich hab den sinn davon auch wirklich verstanden, wenn nich dann bitte berichtigen )
Aber so wie das klingt is das ja ein ignorieren der hilfen, oder? ich mein das pferd sollte ja in allen gangarten händelbar sein. So spontan fällt mir da auch nich wirklich was großes ein, aber wenn es mit "viel rupfen" denn geht (wovon ich auch kein Fan bin) dann würde ich das in dem Fall tun, weil sowas gibts einfach nich.. es kann ja wirklich mal was sein wo man dringend bremsen muss.. (zusätzlich natürlich richtig auf dem "arsch" setzten und nach hinten lehnen) und wenn dein pferd dann drauf reagiert viel loben und auch mal ein leckerlie reinstopfen.. aber immer würd ichs vllt auch nich so auf die tour machen.. wenns denn iwann mal mit weniger zügel Funktioniert dann natürlich umso mehr loben.
Das mit den Volten ist natürlich auch ne gute Variante (wenn man den Platz dazu hat)
@ Liska: das mit der Leckerlibremse klingt irgendwie gut...kann ich aber nur ausprobieren, wenns vom Galopp in den Halt geht, nicht vom Galopp in den Trab...dann müsste ich ihr ja IM Trab n Leckerli geben, weil die Belohnung ja, damit sie mit dem Tun des Pferdes verknüpft wird, ALLERSPÄTESTENS nach 2sek. kommen muss... Aber ichs probier imjedem fall und berichte....danke für deine Idee!
@ Indi-Maus: Ja, du hast recht, ein Pferd sollte in allen gangarten hhändelbar sein, und sie ignoriert die Hilfe.. Mit "Viel rupfen" gehts halt auch nicht so, wie ich möchte, ich fang ja mit ner normalen Hilfe an, dann einmal steigern, wenn keine Reaktion,und dann richtig rupfen, das sind im galopp dann auch 10 m, die schnell zusammenkommen...manchmal schüttelt sie dann richtig vor Wut den Kopf...wenn ich rupfe..reite allerdings gebisslos, mit bitless bridle, wo sie, bis auf das durchparieren aus dem Galopp - super an den Hilfen mit läuft, halt besser als mit snaffle oder mit kandarre, da ignoriert sie die Hilfe noch mehr.. klingt komisch, ich weiß...Volten gehen ja leider nur in der bahn, im gelände reite ich nur Wege, die sind, wie du/ihr schon sagst, zu schmal... in der bahn pariert sie aus dem galopp übrigens 1a durch...
Bevor du irgendwie im Gelände rum reitest, üb das erst mal auf dem Platz. Denn irgendwann bleibt dein Pferd halt gar nicht mehr stehen, nicht auszudenken wenn da ne Strasse ist, oder ein Radweg oder ähnliches. Finde das etwas Leichtsinnig von dir. Erst wenns am Platz wirklich klappt, dann ins Gelände. Leckerliebremse find ich nicht unbedingt das beste.
Ist dein Pferd eventuell vorhandlastig je länger es galoppiert? Wenn sie auf die Vorhand fallen, fällt es ihnen wesentlich schwerer, durchzuparieren.
Dann müsstest du daran arbeiten, dass sie sich mehr setzt und mit der Hinterhand arbeitet. Ich würde erstmal nur zwei - drei Galoppsprünge angaloppieren und dann gleich wieder durchparieren. Am besten auf gebogener Linie - dann wird nämlich gleich mehr Last auf die Hinterhand genommen als geradeaus. Im Gelände kann man das auch ein bißchen einbauen, je nachdem wie die Feldwege beschaffen sind.
Zudem würde ich einem Halsring anziehen, durch das Zupfen daran, wölbt das Pferd den Widerristbereich auf und es wird leichter durchzuparieren. Außerdem kann man dem Pferd so beibringen, dass es auch ohne Gezerre am Zügel anhalten kann. Vielen fällt das Durchparieren am Halsring leichter als am Zaumzeug - ich habe keine Ahnung, warum.
Ansonsten sehe ich es ein bißchen wie Spanish. Ich würde auch erst auf einem abgetrennten Platz mit dem Pferd am Galopp arbeiten.
@ spanish horse: erklär mir mal, warum das pferd irgendwann gar nicht mehr stehen bleibt...also ich reite es seit 10 jahren, und eine verschlimmerung habe ich nicht bemerkt...ich hatte jahrelanges Platzverbot vom TA aus gesundg´heitl. gründen des Pferdes - sorry, soll ich dann gar nicht mehr reiten???
@ stonepony: das mit dem gleich wieder durchparieren werde ich probieren, und Halsring habe ich auch, kennt sie auch - zwei gute Ideen..
das mit dem Last aufnehmen kann iich ehrlich gesagt nicht so entscheiden, wenn ich sie in Anlehnung galoppiere, nimmt sie glaub ich schon Last auf, aber ich lasse sie ja meist am losen Zügel galoppieren , vllt. kannst du was aus dem Video erkennen???
Erstmal, wie genau sind deine Hilfen zum durchparieren?
Ich würde es zum einen so handhaben, wie stonepony schon geschrieben hat: Ruhig angaloppieren und nach ein paar Sprüngen gleich wieder durchparieren. Wenn es geht, nach ein paar Trabtritten noch einen schönen Schrittübergang. Dann bleibst du eine Weile im Schritt, trabst wieder an und galoopierst wieder im ruhigen Tempo.
Dann denkt sie beim Galopp "Ah, wir gehen eh gleich wieder in den Schritt, lohnt sich nicht schneller zu werden". Probier mal!
Wie ist sie dabei imKopf? Eher ruhig oder heizt sie sich auf?
Ansonsten, wenn du das dann ausdehnst und längere Stücken galoppierst, würde ich vor dem durchparieren darauf achten, dass du quasi in Trabgeschwindigkeit galoppierst. So kann sie viel leichter und schöner durchparieren und fällt nicht auf die Vorhand.
Ich finde, auf dem Video läuft sie schon auf der Vorhand, soweit man es aus dem kurzen Stück erahnen kann. Wie läuft sie auf dem Platz? Hast du da evtl ein Video?
Hilfreich ist natürlich immer, den Galopp an sich zu verbessern, wie auch schon geschrieben wurde.
Und sonst, wenn alles klappt und abgeklärt ist und sie es doch nicht tut - muss man vllt auch mal etwas konsequenter werden. Nicht brutal, grob und sauer, sondern ganz nüchtern und sachlich einmal sagen, dass einfach weitergaloppieren nicht gewollt ist.
Lieber einmal konsequent sagen, wie es gemacht wird, anstatt ewig auf mittlerer Flamme zu reiten. Danach wird man ja wieder ganz leicht und nett
Das aber wirklich nur, wenn vorher geübt wurd und das Pferd verstanden hat was es tun soll.
@ nudelmaus: was heißt hier "sorry für den langen text"???? ich finde das superlieb, dass du/ihr euch so viele gedanken machst / macht, damit ich meiin galopp-problem lösen kann. Bin leider dies WE nicht geritten, war aufm festival, werde aber eure Vorschläge Schritt für Schritt durchprobieren - klingt auf jeden fall sehr erfolgversprechend was du /ihr schreibt und dann berichten. N galoppvideo vomreitplatz hhabe ich leider nicht, ich habe gar keinen reitplatz und bin nur manchmal bei der nachbarbäuerin drauf...aber aufm Platz lässt sie sich wie gesagt besser durchparieren, aber liegt wie ein Motorrad in der Kurve, versammeln geht sehr schwierig, ich glaub n Riesenbalanceproblem...das Problem ist, dass catty eine kaputte Kniescheibe hat (die hakt manchmal aus oder so etwas) und meine vorherige TA gesagt hat, ich darf Catty gar nicht biegen oder in der bahn reiten, sondern nur geradeaus und keine wendungen...und so bin ich dann 8 jahre durchs gelände gezuckelt...jetzt hhabe ich seit zwei Jahren ne neue TA, der habe ich das Problem geschildert und sie sagte, doch, ich solle catty biegen und wenden, durchaus auch in der bahn, aber vorher mindestens 40 Minutem im gelände in allen gangarten richtig richtig warmreiten...und meist habe ich dann keine Zeit mehr, auf den Platz zu gehen, bzw. wenn ich Zeit habe, mache ich halt lieber n längeren Ausritt
achso, wie ich durchpariere...ich galoppiere im leichten Sitz, setze mich dann ein und sage "easy" (hat sie so gelernt), wenns nicht klappt, kurz Zügel anziehen und sofort wieder loslassen, wieder anziehen, so impulsartig..
Zuletzt bearbeitet von catavenger am Di, 29.6.2010, 11:00, insgesamt einmal bearbeitet
Ich würde mich einfach ganz konsequent durchsetzen und es ihr richtig unangenehm machen wenn sie sich widersetzt. Du gibst deine Hilfe zum durchparieren, erstmal ganz locker und leicht, wartest zwei Sekunden ab und wenn keine Reaktion kommt wiederholst du deine Hilfe nochmal richtig fordernd und wartest wieder zwei Sekunden ab und wenn dann keine Reaktion folgt, dann greifst du richtig mit deiner ganzen Kraft in die Zügel und bremst sie so raus bis sie steht, das darf ihr dann ruhig mal kurz Schmerzen im Maul zufügen und dann gehst du Rückwärts! Und zwar bis dort hin wo du das erste mal deine Hilfe gegeben hast! Dort lässt du sie einen Moment stehen zu realisieren was gerade passiert ist, dann galoppierst du sofort wieder an und wiederholst das ganze! Das machst du so lange bis du eine sofortige Reaktion bekommst auf deine erste Hilfe und sobald sie das gemacht hat, lässt du sie stehen, steigst ab, lobst sie überschwenglich und läufst mit ihr nach Hause und stellst sie wieder in den Stall. Das wiederholst du dann jeden Tag bis es sicher sitzt!
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Verfasst am: Fr, 6.8.2010, 20:16
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