Sie untersuchte alle Gelenke und Muskeln und das einzige, was sie größeres
gefunden hat, war ein ausgerenkter 4-5 Wirbel. Passiert halt mal beim
Spielen. Ich kann den Kerl ja schlecht in Watte packen.
Sie renkte alles wieder ein und stellte dazu halt auch fest, daß die Muskulatur
an der Kruppe und Hüfte sich schon leicht unterschiedlich anfühlte und ganz
leicht unterschiedlich entwickeln würde. Kein Drama, denn dafür hab ich
sie ja gerufen, damit wir rechtzeitig einlenken können.
Sie massierte ihn und zeigte mir, wie ich die Verspannungen lösen kann.
So weit so gut.
Der Kleine lief danach natürlich erst einmal etwas steif und als hätte er die
Hosen voll, aber in meinen Augen auf gar keinen Fall lahm.
Allerdings war auch meine RL und Züchterin des Zwerges zum Unterricht am
Hof und rief danach völlig empört an. Der Kleine hätte gelahmt und
außerdem würde man bei Pferden unter 3 Jahren keine Wirbel einrenken,
ich sollte mich doch gefälligst genauer informieren.
Sie vergisst wohl, daß es mein Pferd ist, sie gerne Tipps geben kann, aber sie doch
bitte ihren Ton etwas freundlicher gestalten darf.
Nun bin natürlich ein wenig verunsichert. Ich finde ihn auf keinen Fall lahm.
Ich hab ihn mir danach aber auch nur angesehen, als er auf die Weide
ging und die Osteo war dabei und sagte auch, daß er anfangs etwas
steif sein könnte, schliesslich ist die Behandlung für so einen Zwerg auch
anstrengend. Und die Massage (kennt man ja selbst) führt auch zu
Muskelkater.
Aber stimmt es, daß man ausgerenkte Wirbel so früh nicht wieder einrenken soll?
Das hat doch Auswirkungen! Er war ja jetzt schon leicht schief.
Nicht schlimm, aber besser wird das im Laufe des Wachstums ja auch
nicht. Ich hab davon noch nie etwas gehört und ich hab mich schon
informiert, bevor ich einfach an meinem Pferd rumdoktorn lasse.
Bei den Kleinen ist alles ja noch ganz weich und formbar, daher ich denke ich, dass das eigentlich nichts ausmachen dürfte. Solange man das nicht einmal die Woche macht würde ich mir da keine Gedanken rum machen.
Allerdings hätte ich persönlich in dem jungen Jahr auch noch nichts machen lassen. Ganz einfach deshalb, weil ich denke, dass die Jungspunde des öfteren ausgrenkte Wirbel und schiefe Muskeln haben. Die sind ja die ganze Zeit am rumtoben und zudem wachsen ja die verschiedenen Körperpartien auch unterschiedlich schnell oder langsam, weshalb ich mir vorstellen kann, dass da ständig irgend eine Schiefe vorzufinden ist.
Ich lasse mich aber auch gerne belehren
Osteo finde ich in jedem Alter ok, Chiropraktik wäre mir zu früh (Unterschied: der Chiro "lässt die Knochen knacken", der Osteo kümmert sicher eher um Sehnen/Muskeln/Bänder drumherum, die den Knochen wieder an der richtigen Stelle halten sollen).
Nein, eine Begründung hat sie mir nicht gegeben. Ich hatte aber auch keine Lust,
mich weiter mit ihr darüber zu unterhalten. Jedenfalls in in dieder Art.
Laut Osteo kann so eine Schiefe aber schlimmer werden. Und da er auch noch im
Wachstum ist, hätte ich zuviel Angst, daß er davon Schäden behält.
@ Westernzicke
Sie hat den Wirbel auch nicht mit Körperkraft wieder an die richtige Stelle gebracht.
Sie hatte 2 Holzstäbchen, mit denen sie bestimmte Reflexpunkte angesprochen
hat und der Kleine entsprechend reagierte. Danach saß alles wieder an seinem
Platz.
Sie war auch seeehr vorsichtig mit ihm. Sonst hätte er die 1,5 Stunden wohl auch
nicht so artig über sich ergehen lassen.
Ich kann da nur aus der "Menschwelt" berichten. Meinem Junior wurden mit 7 Wochen die Wirbel im Nacken eingerenkt (ja--richtig eingerenkt) da diese sich bei der Geburt wohl verschoben haben. Folge war, dass er den Kopf nicht drehen konnte und schon eine Schädeldeformität vorlag. Langzeitfolgen kann man sich ja ausmalen.
Allein unter diesem Gesichtspunkt tendiere ich dazu zu sagen, dass dieses auch bei jungen Pferden durchaus berechtigt ist. Man stelle sich ein Pferd vor, welches jahrelang eine Blockade (während des Wachstums) hat, die nicht behandelt wurde ...
Danke Jenny. Das hat mich überzeugt. Warum sollte es dann bei einem Fohlen
anders sein.
Ich habe mich nun bei TA, anderen Osteos und selbst Chriop. schlau gemacht
und alle sagen, daß ein verrutschter Wirbel wieder zurück muss, egal welches
Alter das Pferd hat.
Das kann ich auch aus beiden Bereichen bestätigen. Die Tochter meiner Freundin war ein Schreikind, und nach 10 Wochen war sie mir ihr bei einer Ostheopathin, die ihr die Gelenke einmal durchbewegt hat. Seitdem war es mit dem durchgehenden Brüllen zum Glück vorbei.
@Westernzicke, Chiro läßt die Knochen knacken finde ich etwas heftig formuliert. Sie gehen direkt an die Gelenke, aber "Knochen knacken" klingt nach Tamme Hanken, von dem ich jetzt nicht so viel halte. Und wenn ich an die Behandlung meines Pferdes bei der Chiropraktikerin denke, dann hat da zwar nichts geknackt, aber dafür ist mein Pferd irgendwann beinahe eingeschlafen, weil er sich so entspannt hat.
Trotzdem stimme ich Dir zu, gerade bei Fohlen ist es ggf. sinnvoller, noch etwas indirekter Wirbelblockaden zu lösen. (einrenken tun ja eigentlich weder Chiro noch Ostheo).
Ich würde da auch nicht so viel auf das "Geplapper" der Züchterin geben. Wenn ein Wirbel ausgerenkt ist, dnn muss er wieder rein. Wenn es die Bewegung einschränkt, dann ist das doch eigentlich mehr als klar. Beim Wllach meiner Schwester musste das auch mal gemacht werden und im Nachhinein gabs eine Behandlung mit Zeel, um einer Reizung am Wirbel vorzubeugen. Also bloß nicht verunsichern lassen, v.a. wenn du dir einige fachkundige Meinungen eingeholt hast
ok, meine Wortwahl war etwas drastisch - aber genau mit den Worten hat mir ein Osteo mal den Unterschied zw. ihm und einem Chiropraktiker erklärt
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Verfasst am: Di, 3.8.2010, 21:23
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