unser 1. Turnier rückt näher - Fragen über Fragen...
Verfasst: 01.03.2011, 10:15
Alter: 24
Im April wollen wir es wagen... unser erstes Turnier steht an!
Laut Ausschreibung wurden auch SO´s Walk/Trott für AK bis und ab 11 Jahren ausgeschrieben... nach oben wurde das Alter - zumindest schriftlich - nicht begrenzt... Nach einem Anruf gestern, wurde mir allerdings gesagt dass dies Jugendprüfungen seien und nur bis 18 Jahren gestartet werden dürfen Schade...
Nun zu meinen Fragen:
da Indira und ich ja immernoch Probleme mit dem Angalloppieren auf der rechten Hand haben, wollte ich den Stress für uns beide eigentlich durch die Walk/Trott-Prüfungen mindern... leider geht das ja nun nicht mehr...
Was würdet ihr mir diesbezüglich raten? Was soll/kann ich nennen? Wie soll ich im Training weiter daran arbeiten?
Dazu sollte ich sagen, dass Indira - sobald ich einmal (erfolglos) versucht habe rechts anzugalloppieren - total angespannt wird und jede noch so kleine Gewichtsverlagerung als Gallophilfe versteht auch wenn ich nur auf den Zirkel will... sie wird regelrecht "hysterisch" á la "ich weiß schon, ich weiß schon, ich weiß schon!"... ich versuche ihr da wirklich keinen Stress zu machen, wenn sie falsch angesprungen ist, parriere ich ganz ruhig durch...
Teilweise bockt sie auch heftigst oder tritt nach meinem Bein?!?
Wenn wir dann mal im Rechtsgallop sind ist dieser allerdings viel ausbalancierter und runder :
Hinzu kommt, dass Indira Angst vor fremden Pferden hat, das kann mit einem "harmlosen" Giften beginnen und durchaus auch mal in nem Kick enden... wenn sie gestresst ist kann es sogar im bocken-steigen-tänzeln-giften-kicken enden (ist allerdings erst einmal bei einem Ausrittt mit 2 fremden Pferden so gekommen - war selbst überrascht, DAS kannte ich von ihr bis dato noch nicht )...
Ich übe schon so oft es geht zusammen mit unseren Nachbarpferden auf dem Platz zu sein... da giftet sie mittlerweile nur noch... nicht schön, aber immernoch besser als zu kicken...
Ich werde auf jeden Fall eine rote Schlupp in den Schweif flechten, allerdings halten sich da ja einige Reiter - bewusst und unbewusst - nicht immer dran... habt ihr noch Ideen?
Jessy.
Verfasst: 01.03.2011, 10:47
Alter: 22
Hmm, wenn sie so sensibel ist mit anderen Pferden, meinst du es wäre nicht besser sie erst ein paar mal ohne Prüfung mitzunehmen?
Einfach ein bisschen auf dem Abreiteplatz arbeiten.
Westernzicke
Verfasst: 01.03.2011, 11:04
Alter: 39
Was willst Du denn nennen - Pleasure ? Horsemanship ? Trail ?
Ich würde sagen, teste einfach, wie sich Indira benimmt. Du kannst die Prüfung schliesslich jederzeit abbrechen (zB wenn sie in der Pleasure zu sehr nach anderen kickt einfach Hand heben und in die Mitte stellen).
Indira
Verfasst: 01.03.2011, 11:08
Alter: 24
das habe ich letztes Jahr gemacht, da war sie - wider erwarten - wirklich toll!
ich habe halt die Momente abgewartet, wo nicht ganz so viel Trubel war...
ich weiß leider nicht wie sie sich verhalten wird, bei uns auf dem Platz geht es mittlerweile "nur" mit Ohren anlegen... in der Halle war es auch ok, solange genug Platz zwischen den Pferden war (es fiel ihr schwer zwischen der Bande und einem entgegenkommenden Pferd vorbeizugehen - auf dem Turnier gehen ja aber alle in dieselbe Richtung... sollten sie zumindest )
im Gelände weiß ich nicht, was in sie gefahren ist, ich denke sie war mit der Gesamtsituation überfordert... hab ich so noch nicht erlebt bei ihr...
ich denke halt, dass es in der Prüfung leichter sein könnte als auf dem Abreiteplatz, da ja eben alle in dieselbe Richtung reiten, bzw. man alleine in der Prüfung ist (Horsemanship - außer eben die Railwork - und Trail)...
sollte ich allerdings merken, dass sie komplett gestresst ist und gar nichts mehr geht, werde ich mich in die Mitte stellen und mich disqualifizieren lassen, ich möchte dass sie Routine gewinnt und nicht verbittert vom Turnier nach Hause kommt...
Zuletzt geändert von Indira am 01.03.2011, 11:11, insgesamt 1-mal geändert.
Indira
Verfasst: 01.03.2011, 11:10
Alter: 24
@Westernzicke:
Überschnitten
Was ich nennen will weiß ich eben noch nicht... was wäre denn das Sinnvollste?
Ja, eben... sollte es gar nicht gehen, stelle ich mich in die Mitte...
**Mia**
Verfasst: 01.03.2011, 12:39
Alter: 24
Hey
also ich würde es auch machen wie du es beschrieben hast. Einfach probieren und wenn du merkst es geht nicht, brich halt ab. Wobei sie ja letztes Jahr schon brav war, als du sie mithattest und die Gesamtsituation ist ja auch komplett anders als zuhause. Meine Freundin war im oktober mit ihrer zum ersten mal auf einem Turnier. Pferdchen ist daheim eher hibbelig, rennt gern mal weg und führt sich gerne auf. Ich dachte schon das kann ja nix werden, vor allem wenn sie allein zur Prüfung in die Halle muss, da sie ja gern mal scheut, auch in unserer Halle. Auf dem Abreiteplatz war es wie zu erwarten, pferd rennt los, geht nicht an die Hilfen etc. und dann ging die Prüfung los und die Stute war wie ausgewechselt, souverän durchmarschiert wie ein alter Profi^^
Hammer hätte ich nie gedahct, und das in allen 4 Prüfungen an dem Tag, sie wurden sogar platziert. Eine Platzierung haben sie verpasst, weil die Reiterin so aufgeregt war, dass sie in der Dressuraufgabe falsch abgewendet hat^^
so kanns gehen, also einfach überraschen lassen
Jeska
Verfasst: 04.03.2011, 21:58
Alter: 23
Unsere Appi Stute im Stall hat auf ihrem ersten Turnier bei der Siegerehrung mehr oder weniger gepennt. Stand da mit zuen Augen und hat gedöst.
Glaub manchmal macht man sich als Reiter einfach zu viele gedanken.
So wie du das beschrieben hast hört sich das doch ganz gut an. Und mit dem Ziel zur Routinegewinnung und nicht zum Schleißen sammeln hinzufahren, bist du schon sehr gut dabei.
Mmh die Stärken von euch kennst du wahrscheinlich am besten. Bei ner Pleasure könnte es natürlich am Galopp hapern. Wie benimmt sie sich denn im Trail?
Indira
Verfasst: 04.03.2011, 22:17
Alter: 24
Über die Siegerehrung mache ich mir - zur Zeit - eigentlich am wenigsten Gedanken auch die Menschenmassen und Geräusche dürften sie recht kalt lassen, denke ich... ich hab eher Bedenken wegen den fremden Pferden
Trail wäre ein "Sprung ins kalte Wasser" haben wir noch nicht so oft geübt... bei der Pleasure und der Horsemanship wäre das angalloppieren auf der rechten Hand der Knackpunkt, alles andere beherrscht sie - zumindest zu Hause - soweit...
Jeska
Verfasst: 04.03.2011, 22:30
Alter: 23
Mmh dann würde ich eher zur Pleasure oder Horsemanship tendieren, da wärt ihr ja dann am sichersten. Die Appi Stute hatte zu der damaligen zeit auch noch Probleme beim Rechtsgalopp (Scheint ein Phänomen zu sein)
was ich damit sagen wollte: sie war super cool, ihre Besi hat sich umsonst vorher die Hosen voll gemacht
WesternReiterin
Verfasst: 07.03.2011, 09:39
Alter: 23
Geh einfach mal ALLES mit, denn 1. bekommt das Pferd und auch du dadurch Erfahrung und ihr werdet beide ruhiger und 2. siehst du dann auch was euch am meisten liegt und was gar nicht geht.
Zu dem Problem mit dem gifteln, da musst du einfach üben, such dir jemanden der mit dir auf den Platz geht und reitet viel aneinander vorbei, von hinten wie auch frontal und auch nebeneinander und jedes zicken von den Pferden sofort vehement unterbinden, damit sie lernen, dass dies tabu ist.
Mit dem angaloppieren, ich kenne ich paar Tricks um ein Pferd in den richtigen Galopp zu bringen, die funktionieren aber nicht alle bei jedem Pferd, aber du kannst es mal probieren:
1: Du gehst rechts rum im Trab, ganze Bahn, jetzt stellst du den Kopf von dem Pferd nach außen gegen die Bande, fast im 90 Grad Winkel, also wirklich richtig raus, dein inneres (rechtes) Bein macht auf, so dass das Pferd evtl. etwas mit der Hinterhand nach innen schiebt (muss aber nicht sein). Jetzt lässt du den Kopf des Pferdes los, also wirklich vorne freigeben, und im selben Moment angaloppieren. Aber wirklich sofort angaloppieren, nicht erst in ein paar Schritten. Viele Pferde springen dann auf dem richtigen Bein an, geht vor allem bei steifen Pferden ganz gut.
2: Du gehst rechts rum, ganze Bahn im Trab, wenn du von der Ecke auf die lange Seite kommst schiebst du die Hinterhand nach innen, die ganze lange Seite lang und zwar so weit es geht und wenn du in die nächste Ecke kommst gibst du das Signal zum angaloppieren, aber ohne das Pferd vorher gerade richten zu lassen, also wirklich aus dieser Stellung heraus angaloppieren. Funktioniert bei gut durchgymnastizierten Pferden meist recht gut.
3: Du gehst auf den Zirkel links rum im Trab. Jetzt verkleinerst du immer mehr den Zirkel, ohne dabei an Tempo zu verlieren, bis auf eine Größe, dass du merkst, dass es dem Pferd langsam schwer fällt. Pass aber auf, dass das Pferd dabei nicht auf die innere Schulter fällt. Lass das Pferd noch 2-3 Runden gehen und dann wendest du nach rechts ab ohne das Pferd vorher gerade zu stellen, also wirklich aprupft die Stellung von links auf rechts ändern und dann gleich angaloppieren. Funktioniert in der Regel bei den meisten Pferden die von sich aus ohne Reiter (an der Longe z.B.) meist selbstständig den richtigen Galopp wählen.
4: Du gehst auf den Zirkel rechts rum im Trab. Ein bisschen kleiner wie normal, vllt 3. Hufschlag. Jetzt nimmst du das Pferd in Außenstellung, gehst also indirekt gebogen auf dem Zirkel. Mach die Außenstellung richtig extrem, fast 90 Grad, aber nicht lange vllt 2 Runden, dann stellst du das Pferd um in korrekte Innenstellung und galoppierst dann gleich an. Das funktioniert meist in hart
näckigen Fällen ganz gut.
Probier das alles einfach mal aus, du hast ja nix zu verlieren.
Und noch ein Tipp, wenn dein Pferd richtig angaloppiert, dann überschütte es mit Lob, lass es Pause machen für ein paar Minuten in denen du nur lobst. Dann lernst das Pferd des mit etwas positiven zu verbinden.