Hallo
wie vielleicht einige wissen, hatte ich letzte Jahr Glück im Unglück.
Robinie stand kurz vor einem Reheschub, welcher nur rechtzeitig entdeckt wurde weil der Doc zum impfen kam. Robinie musste sofort runter von der Weide, erst in die Box, später Paddock. Dort hat sie sich eine Sandkolik zugezogen . Die war so heftig, das ich dachte ich müsste mich von ihr trennen. Dank schnellem Einsatz und Fahrt zur Klinik hat sich das Blatt aber gewendet.
Lange ´Rede kurzer Sinn, was soll ich machen, damit beides nicht wieder eintritt?
24 Stunden weide geht gar nicht, weil Robinie hört net auf zu fressen. Greenguard hatte sie zum ende der Weidezeit drauf, gab aber Scheuerstelleun und es sind nur 30 % weniger Gras welches sie damit aufnehmen kann.
Stundenweise Weide und rest Paddock (hab ich wieder die Angst vor der Sandkolik)??
Was würdet ihr tun??
puh wir hatten heute Kriesensitzung im Stall. Da mittlerweile 12 Pferde nicht voll aif die Weide dürfen wurde nach Lösung gesucht.
Also da Robinie Heu bekommt,würde sie allein stehen auf einem kleine Auslauf, neben den anderen. (blöde) und dann stundenweise auf Weide.
Nun bin ich schon wieder am überlgen, weil Sommer soll ja auch freiheit bedeuten....
Oder stelle ich sie doch 24 Std raus mit Fressbremse..man ist das alles blöde.
Vor allem weil ich beid er Paddocklösung wieder fetse Zeiten einhalten müsste (Raus und rein, Apäppeln, Fütterungszeiten) und natürlich der Aufpreis von ca 60 Euro. Nicht falsch verstehen, ich würd das alles machen, aber ich will das beste für Robinie, und ich weiß einfach net was das beste wäre.
littlesheep
Verfasst: 03.04.2011, 21:53
Das ist natürlich echt eklig, da hilft ja nicht mal der Tip den Stall zu wechseln - weil wahrscheinlich alle halbwegs rehegeeigneten Plätze als Alternative zur Weide halt Sandpaddock haben... Oder halt Außenbox mit angrenzendem (und meist kleinem) gepflasterten Paddock - wir haben hier am Stall solche, da ist der Paddock aber auch nur so groß wie die Box (also ungefähr 3x4 Meter) und mit Rasengittersteinen ausgelegt.
Eine richtige Magerweide wo gar nix drauf ist gibt's da nicht, oder? Geht sowas bei Rehekandidaten? Kenne mich da GsD nicht wirklich mit aus, nur was man so hört. Weil die Lösung sonst ja immer stundenweise Weide (oder auch nur minutenweise und nicht bei Sonne etc, so hatten wir das mal als wir einen Winter in einem Offenstall mit einem stark reheanfälligen Pferd waren) und Rest halt Paddock - oder Boxenhaft...
Haben die Pferde denn sonst gar kein Rauhfutter, wenn da SO viele sind, die auch nur stundenweise auf Weide dürfen - was machen die den Rest der Zeit? Im Sand rumstehen und warten? Kein Heu den ganzen Tag?
Kannst Du Deine nicht wenigstens mit einem anderen zusammen in den Auslauf stellen, der auch mehr Heu darf und dann mit Heunetz arbeiten? Dann würde sich die Freßzeit verlängern (zumindest theoretisch, bei und klappt das nicht) und würde vom Sand ablenken... Das wäre vielleicht eine gute Lösung, oder?
Myrdhin Webster
Verfasst: 05.04.2011, 12:56
Alter: 46
Woher kam denn die Sandkolik genau?
Wenn auf dem Sandplatz wirklich keinerlei Gras wächst und kein Heu vom Boden gefüttert wird, sollten sie nämlich eigentlich keinen Sand aufnehmen. Fressen ja nicht einfach so Sand, meist hängt der ja an den Halmen dran und wird halt mitgeschluckt.
Vielleicht nützt es ja auch was, wenn Du vorsorglich öfter mal eine Flohsamenkur machst, das soll ja den Sand aus dem Darm rausschwemmen.
Magerweide könnte zu ähnlichen Problemen führen, den Sand nehmen sie ja oft über die abgefressenen Grasreste bzw. ausgerissene Büschelchen auf. Abgesehen davon, dass so stark abgefressenes Gras deutlich mehr reheauslösende Fruktane enthält als langes Gras.
Generell gibt es bei rehegefährdeten Pferden ja kaum eine vernünftige Alternative zu Paddockhaltung, mit Glück kann sie ja wenigstens ein paar Stunden am Tag aufs Gras. Bei manchen geht ja nicht mal das.
EX-Summertimes Royal
Verfasst: 05.04.2011, 16:45
also ich denke auch das mit der Sandkolik muss keine dauerhafte sache sein ab und zu flohsamen masch geben und darauf achten das heu auf dem Paddok angeboten wird zur not mit stroh gemischt dann sollte das ohne Probleme gehen auch ganz draußen mit grrenguard ist ne gute Lösung für sie macht das keinen Unterschied es ist eher angenehmer da sie dauerhaft beid er herde sein kann und nicht immer trennungsschmerz hat
littlesheep
Verfasst: 05.04.2011, 20:18
Myrdhin Webster hat geschrieben:
Wenn auf dem Sandplatz wirklich keinerlei Gras wächst und kein Heu vom Boden gefüttert wird, sollten sie nämlich eigentlich keinen Sand aufnehmen. Fressen ja nicht einfach so Sand
Och, würde ich so nicht sagen, das eine oder andere Spielkalb macht das vielleicht doch und wenn's nur aus Langeweile ist. Mein neues Pferd hat das im Roundpen (tiefer weicher Sand umrum) auch gemacht, sie war aber nur mit der Oberlippe am Rüsseln. Würde man sie da länger allein lassen, würde sie sicher auch was ins Maul nehmen. Pferde würden sicher nicht maulvollweise Sand fressen wie Futter, aber kleine Portionen reichen ja - auf der Weide bzw. im Paddock lecken sie z.B. auch an der Erde (deutet i.d.R. auf irgendwelche Mineralmängel hin), das hat z.B. mein Paul vor ein paar Jahren auf der Weide gemacht - Gras weggekratzt bis schwarze Erde da war und dann gelutscht wie am Leckstein...
EX-Summertimes Royal
Verfasst: 05.04.2011, 23:03
ja aber wenn sie ordentlich was zu fressen haben , keinen mineral mangel haben dann tun sie das eig nicht !
Aggitano
Verfasst: 06.04.2011, 09:31
Ich habe das Problem mit unserem Pony ja auch. Fressbremse hat ja nicht getaugt. Jetzt steht er alleine auf einem kleinen Stück Wiese. Resultat war, dass er so frisch wurde, dass er nur noch zickig war beim Reiten. Er hat meine Tochter dermaßen beim Führen durch die Gegend gezogen, dass sie nur noch schrie (die Kurze (4 Jahre alt) weigert sich einfach loszulassen, wenn es zu heftig wird) Gestern hat er dann seinen Zaun trotz Strom zweimal durchbrochen. Ich weiß auch keine gescheite Lösung. Auf der großen Wiese holt er sich die Rehe, auf der kleinen ist er unglücklich und hat zu wenig Bewegung.... Er kommt jetzt stundenweise zur Herde auf die große Koppel und dann versuchen wir ihn den Rest des Tages im anderen Auslauf zu halten. Der kleine Terrorist macht mehr Arbeit als 3 Großpferde
Beverly
Verfasst: 06.04.2011, 09:47
Alter: 52
Vielleicht kannst Du ein Pferd dazu stellen???? Ich hatte früher das Problem mit meinen Wallach der ist dann richtig depri geworden. Statt mir mein lang ersehntes Auto zu kaufen , habe ich mir eine Stute vor vier Jahren dazu gekauft und nun sind sie ein Herz und eine Seele. Ich lass sie nach den ersten Gras abmähen (oder abfuttern) also ca ab Juni jeden Tag 2 Std auf eine Koppel wo nur mit Natur Dünger bearbeitet wurde
EX-Summertimes Royal
Verfasst: 06.04.2011, 10:14
es gibt auch fressbremsen die für solche abmach experten geeignet sind . Ansonsten kann ich nur sagen gegen übermut hilft arbeit am besten .