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Fachthema : Signalreitweise
BeitragVerfasst: 02.01.2012, 13:36 

Alter: 27
Hallo liebe Foris!
Heute eröffne ich mein erstes Fachthema, und ich hoffe, ihr seit einigermassen zufrieden damit, wie ich es mache.

Fachthema Signalreiten:


Wissenswertes :


Für alle, die in ihrem bisherigen Reiterleben weniger oder nichts mit der Signalreitweise zu tun hatten werde ich hier einmal grob anreissen von was überhaupt geredet wird.

Die Signalreitweise beschreibt eine Reitweise, die Hauptsächlich aus der Arbeitsreiterei stammt. Sie wurde/wird dazu eingesetzt, um sich mit möglichst wenig Aufwand und Einwirkung mit seinem Pferd zu verständigen. Es werden meist nur sehr kurze prägnante Signale gegeben, ansonsten verhält sich der Reiter eher passiv. Eine ständige Verbindung mit den Zügeln ist nicht erwünscht, was auch zum Resultat hat, das ein Pferd in freier Selbsthaltung läuft.
Auch ständiges treiben ist nicht erwünscht.
Man könnte es alles in allem als eine bequeme Art sich mit seinem Pferd zu verständigen beschreiben.
Voraussetzung für dieses alles ist ein gut ausgebildetes Pferd, das auch auf kleine Signale hört, sowie ein (Zügel) unabhängig sitzender sicherer Reiter.

Meine eigenen Erfahrungen mit der Siganlreiterei

Mein eigenes Pferd (9 Jährige Isi Stute seit ihrer Geburt in meinem Besitz) habe ich vor 4 Jahren mit einer sehr guten Trainerin im Bereich Natural Horsemanship anlongiert und eingeritten, wobei wir mit unseren doch relativ unterschiedlichen Ansichten, was schönes Reiten betrifft häufig aneinandergeraten sind. Damals musste mein Pferd ein Gebiss tragen, ich hatte schlichtweg auch kein Vertrauen zu einer mir fremd erscheinenden Reitweise, und Angst vor einem Kontrollverlust. Erst nach und nach kam ich dahinter, mit meinem Pferd zu komunizieren, ohne das es Metall im Maul oder einen ständig anstehenden Zügel benötigt.
Nach und nach habe ich meine Stute auf die Signalreitweise umgestellt, erst hat sie gelernt, sich am relativ losen Zügel selbst zu tragen, und ihren Rücken frei zu geben, danach hat sie gelent, auf kleinste Signale hin zu traben oder anzuhalten, und auch stehen zu bleiben.
Nach diesem Prozess hat sie ein Sidepull bekommen, mit dem ich sie jetzt meistens (ausser im Spätherbst und Frühling, wenn das Gras dann doch mal allzu lockt :lolaway) reite. Unter anderem faszinierent für Reiter, die mich und meine Stute nicht kennen ist es zu sehen, das ich sie im Gallop durchaus "halte" also, die Zügel einen Tick anstehen, und ihr zum durchparieren den kompletten Hals freimache, ich lasse meine Zügel quasi "fallen".

Selbstverständlich kennt mein Pferd ein Gebiss, sie wird klassisch auf dem Platz geritten, ganz "normal" wie jedes andere Pferd, am Langzügel gearbeitet, diesen Winter habe ich begonnen sie zu frahren, also, ein Pferd nach der Signalreitweise auszubilden heisst nicht, es nicht klassisch arbeiten zu können :-)

Fazit :

Mit einem Isländer mit Sidepull in der Siganlreitweise zu reiten sorgt allerdings zugegebener Weise beim Gro der Islandpferdereiter für belustigte Reaktionen, und da ich zur Zeit mich am Tölt meines Pferdchens versuche, werde ich mir wohl mal einen "richtigen" Islandpferdetrainer suchen, und der wird das mit dem Signalreiten wohl eher nicht weiter unterstützen.
Nun gut, geht die Reise mit meinem Pferd eben noch ein bisschen weiter in eine neue Reitweise, aber es zu üben kann ich allemal empfehlen, es fördert sehr das Vertrauen und den Komfort beim Reiten....................



Sooooo, jetzt seid ihr dran. was wisst ihr über das Thema Signalreiten? Habt ihr Erfahrungen damit? Macht ihr es gar selber?

Was mich natürlich als Isireiter ganz besonders interessieren würde, reitet oder töltet ihr gar mit der Signalreitweise? Kann man töltet ohne einen ständig anstehenden Zügel?


 
BeitragVerfasst: 02.01.2012, 19:07 
Also ich bin jetzt mal ganz ehrlich . Als ich den ersten Teil gelesen habe dachte ich stark an dieses Rai Reiten oder wie auch immer dieser quatsch heißt .
In meinem Kopf habe ich da jetzt ein Pferd was den Hals im Himmel hat und den Rücken iwo in der Ubahn .
Du schreibst nun das deine den Rücken hergibt und das auch richtig gelernt hat - wahrscheinlich kostet dich das aber eine ganze Menge Arbeit und auch Geld sie erstmal soweit auszubilden - vorallem muss du bestimmt sehr konsequent sein .

Ich denke mal für jemanden der das richtig macht und ein Konzept verfolgt mag das nett sein , aber für die meisten Reiter , die auch eher weniger das Know How haben ( da scheitert es ja oft leider schon am reellen vwaw mit Gebiss) ist das totaler Schwachsin , was sogar langfristig eher schaden kann .

Für uns persöhnlich wäre das nichts gebe ich ganz klar zu , auch halte ich davon nichts .
Ich bin da vlt etwas voreingenommen da wir ja nun auch eben Existentiell an Ausbildung und Umsetzung der Dressur nach FN leben , aber wenn ich sehe was ich dann immer so an Korrektur Pferden haben wo die Reiter dachten ach versuchen wir mal dieses oder jenes .... naja ich könnte Bücher scheiben .

Das mit den einzelnen Impulsen allerdings finde ich gar nicht so schlecht , ich z.B. finde es schrecklich wenn ich Reiter sehe , die immer dauerhaft den Absatz ins Pferd hauen . Ich gebe da auch nur kurze " Signale" und erwarte dann eine promte Reaktion . Aber am Zügel muss schon eine Konstante Verbindung sein , ich will ja schon eine Anlehnung haben dauerhaft .

Vlt könntest du ja mal ein Video machen und uns mal Ausschnitte aus der Arbeit zeigen ? Das würde mich schon sehr interessieren .


 
BeitragVerfasst: 03.01.2012, 10:22 

Alter: 27
Hallo Pong!

Also, NEIN, vom sog. Rai reiten bitte ich bitte Abstand zu halten!
Neeee, damit habe ich garnichts zu tun, und möchte es auch nicht!!!

Diese Probleme mit dem Zügel nicht ran und Kopp hoch, ich weiss was du meinst, das hatte ich eine Weile im Trab (Isi läuft dreigängig zur Zeit) habe ich aber soweit in den Griff bekommen, auch ist sie eine Zeit lang furchtbar gerast im Gelände, auch das bekommt man mit vernünftigem reiten langfristig in den Griff.

Und ja, es dauert, ja man muss Konsequent sein, nur Geld hat es mich nicht so viel gekostet.

Aber man benötigt auch zum vernünftigen reiten nicht unbedingt eine konstante Verbindung mit dem Zügel, die Westernreiter machens zum Teil eindrucksvoll vor. Ich habe da ein ganz bestimmtes Bild im Kopf welches kürzlich von Flicka gepostet wurde, sie macht einen Stop, mit völlig durchhängenden Zügeln, mit einem Pferd, das schön in Haltung ist.

Gut, ich bin auch kein Western Reiter, komme eigentlich aus der Dressur und reite gutes A Anfang L ,von daher war es auch für mich eine Umstellung.

Nur macht es mir irgentwie Spass vieles neues mit meinem Pferd zu lernen und zu versuchen, zur Zeit zum Beispiel versuchen wir uns am Fahren, und an der Arbeit an der Hand / Doppellonge.

Mit dem Video würde ich prinzipiell durchaus machen, es mangelt jedoch leider am Equipment dafür, denn leider besitze ich ausser einem Handy keine Cam, sorry!

Aber vielleicht melden sich ja noch mehr hier, die dazu etwas zu sagen haben............


 
BeitragVerfasst: 03.01.2012, 10:52 

Alter: 27
Meld :wink:

Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, das die Pferde eher die Tiefe suchen als nach oben hin den Hals/Kopf zu entziehen.

Beim Singnalreiten geht es, wie Ranna schon schön beschrieben hat, darum eben nur einen Impuls zu geben und das Pferd führt das verlangte solange aus, bis ein neuer Impuls kommt. Also man treibt genau einmal und das Pferd soll so lange traben, bis ich entweder sage, okay ein Gang schneller, oder eben wieder langsamer.


Ranna wie hast du es beigebracht bekommen? Ich lernte man soll als Signal "schneller" entlasten und für "langsamer" wieder belasten, daher wird beim Signalreiten viel im Entlastungssitz geritten. Zudem hatt man eine einhändige Zügelführung.


Und ich muss Ranna wiedersprechen, wenn du einen guten Isitrainer findest, wird er das Singnalreiten sogar schon selber gemacht haben, denn wir IPZV Trainer müssen für die Trainer C Prüfung Signalreiten unterrichten uns selber auch in dem praktischen Teil zeigen. Klar wirst du zum Eintölten da auf Grenzen stoßen, aber wir machen das eben zu anreiten und eintraben, was ja auch öfters ein Problem bei manch einem Isi sein kann.

Außerdem gibt es auf manchen Hestadagar Signalreiten als Prüfung.


 
BeitragVerfasst: 03.01.2012, 11:13 

Alter: 27
Also, ich kenne es auch so, und mache es auch mit meinem Pferd so, das ich tatsächlich zum Traben entlaste, und zum durchparieren tief Ausatme und mich hinsetze, oft verbunden mit lautem Ausatmen . Und ich werfe die Zügel weg, aber das verstehen wohl nur mein Pferd und ich :oops:
Und einhändig reite ich auch, aber meistens hängen die ja eher durch.

Habe mit meinem Pferd sogar schon mal einen Ausflug Richtung Western gestartet, habe so einen Sattel mal probiert, aber der, der kurz genug für mein Pferd gewesen wäre war zu klein für meinen Poppes und der der gut für meinen Poppes war zu lang für ihren Rücken *peinlich*

Zum Gallopieren gebe ich einen Impuls mit dem Bein, einmal kurz nach vorne und ansonsten sitze ich bei meinem Pferd ein, wenn ich mich zu weit nach vorne lehne mag sie das nicht, und es kann sogar sein, das sie buckelt (ja, ich weiss ist nicht richtig, aber wenn mans weiss passt man auf):oops:

Oh, @Tilraun, das habe ich nicht gewusst, aber ich liege schon richtig, wenn ich denke, das es beim Eintölten wohl eher darauf hinauslaufen wird, das sie ein Gebiss tragen werden muss, und auch eine konstante Verbindung hergestellt wird?!


 
BeitragVerfasst: 03.01.2012, 12:29 

Alter: 27
Klar, die Zügel hängen die ganze Zeit durch und werden ja nur kurz für ein Signal angenommen, aber ich denke die einhändige Zügelführung kommt auch nur daher, da es ja ursprünglich eine Arbeitsreitweise ist und man die andere Hand für andere Dinge brauchte.

Man muss sich ja auch nicht weit nach vorne lehnen nur etwas entlasten, aber das wird wohl eh jedes Reiter Pferd Team so handhaben wie es am besten passt. Aber man soll ja auch nicht bis zu den Ohren hängen, dann hätte man ja auch wieder das Pfoblem, das das ganze Gewicht auf der Vorhand ist.

@Ranna: Ja, da wirst du anfangs wohl leider nicht drumrum kommen. Ich denke deine ist eher Viergängig, mit viel Trab, richtig? Da wird es wirklich anfangs auf etwas mehr unterstützung mit Zügel und Gewicht hinauslaufen, aber das heißt nicht, dass es später nicht wieder Gebisslos geht. Gerade wenn du schon Signalreiten kannst, kann man ihr da die Gänge besser mit den verschiedenen Gewichtshilfen verdeutlichen.


 
BeitragVerfasst: 03.01.2012, 12:38 

Alter: 27
Oh @ Tilraun, WAS mein Pferd letztlich wirklich ist, Viergänger, Fünfgänger, etwa doch nur Dreigänger mit rausgequältem Tölt :lolaway das kann ich dir vermutlich am nächsten Mittwoch besser sagen, denn da kommt der Trainer, von dem ich dir erzählt habe, und guckt sich mein Pferd mal an, und sagt mir hoffentlich, wenn es passt mit uns "dreien" wie der Fahrplan so weiter geht *hibbelwibbelbinsogespannt*


 
BeitragVerfasst: 03.01.2012, 12:42 

Alter: 27
Ich drücke dir die Daumen, dass er zu euch passt und euch mit dem Tölt weiterhelfen kann.


 
BeitragVerfasst: 03.01.2012, 12:45 

Alter: 27
Am Telefon klang er zumindest sehr nett, bin wirklich mal gespannt. Finde es auch gut, das er erst mal kommt und mich und mein Pferd kennenlernen möchte, nicht SAttel ruff, Poppes ruff und los, nein, er möchte uns erst mal kennenlernen und Bodenarbeit mit ihr machen, ob es passt. Hat er vorgeschlagen.


 
BeitragVerfasst: 03.01.2012, 12:46 

Alter: 27
Wenn nicht setzt DU dich ins Auto und hilfst mir, soooo, das haste nun davon :baeh


 
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