In 3 Monaten zur Dressurpferde Prüfung fertigmachen ?
Verfasst: 02.01.2012, 18:57
Also da wir in letzter Zeit immer öfter gefragt werden , ob wir minimal angerittene Pferde ( gehen GGA unterm Reiter Ganze Bahn / Zirkel) in 3 Monaten zur Dressurpferde A Prüfung fertig machen können , wollte ich mal eure Meinung dazu hören , was ihr darüber denkt ?
Bis jetzt habe ich bei sowas immer abgewinkt und gesagt das kann man nicht pauschalisieren , das hängt immer vom Pferd ab .
Natürlich gibt es schnelle , aber es gibt auch welche die brauchen schon 3 Monate um unter dem Reiter zu gehen .
Damit ist jetzt nicht speziell gleich ein Sieg gemeint , aber dennoch so das man eine Dressurpferde A Prüfung durch reiten kann .
Wie seht ihr das ?
jerryli
Verfasst: 02.01.2012, 19:04
Alter: 18
Na ich denke genauso, meiner Meinung nach werden wohl die meisten das nicht schaffen, und wenn dann wohl nur unter großem Druck, und der sollte ja vermieden werde, gerade beim anreiten. Sicherlich gibt es Überflieger, aber meistens sind es gerade die, die dann überfordert werden, weil sie von sich aus eben gute Veranlagungen zeigen und dann schnell überschätzt werden. (Ich denke da an Friese, welche ja von sich aus eine Aufrichtung haben und dann der Reiter dazu neigt sie zu früh aufzurichten).
Also prinzipiell kann man das nicht ohne weiteres sagen.
BlackJac
Verfasst: 02.01.2012, 21:07
Alter: 33
Ich finde des is ne ziemlich schwere Frage, weil man das eben nicht pauschalisieren kann.
3 Monate hören sich immer sehr kurz an.... aber so wenig ist das nicht...
Ich sehs ja jetzt an meinem eigenen, der ja bei Flicka ist.
Klar hatte der etwas Vorbildung... aber das, was der die letzten 2 Monate gelernt hat is enorm... und Nina hat ja von meiner Seite wirklich gar keinen Druck und keinerlei Vorgaben...
Ne Dressurpferde A ist nun auch nicht so die Anforderung, oder?
Was wird denn da alles verlangt?
Grundgangarten mit leichten Verstärkungen, Zirkel, ganze Bahn und mal ne Volte?
Black Sam Bellamy
Verfasst: 02.01.2012, 21:47
Alter: 26
A ist doch nix. Das macht dir jedes pferd im schlaf. A muss für einen Reiter der anständig reiten will drin sein, sonst macht er sich sein pferd kaputt. Das sind ja nun die grundvorraussetzungen mit ner trabverstärkung,
wenn das pferd von grundaus einen gewissen WUMMS im trab hat, dann ist eine platzierung auch nach 3 monaten möglich.
Wichtig ist einzig und allein, dass das pferd die balance dafür auch hat. Ein pferd dass in einer dressurpferde A nur rumeiert hat da nichts zu suchen.
Peru
Verfasst: 02.01.2012, 21:53
Alter: 19
Naja, ich finde schon, dass das individuell vom Pferd abhängt.
Nicht nur vom Wesen und Charakter, sondern auch vom Körperbau.
Ich kenne eine Stute, die war 5 jährig erst A fertig, weil die einfach unglaublich
lang geraten ist im Rücken und damit enorme Probleme hatte ihre Beine zu koordinieren.
Natürlich kann die Klasse A irgendwann als Grundstock dienen, aber
wann ein Pferd soweit ist und mit welchen Mitteln es ausgebildet wird um dahin zu kommen ist das andere.
Was bringts mir, wenn ich meinem Pferd eine schnelle Ausbildung aufzwinge und es dann daran nach kurzer Zeit kapituliert und ein total nervöser Spinner wird?
Fortuna86
Verfasst: 02.01.2012, 21:54
Alter: 26
Du bist ja schon ein ziemlicher Profi und brauchst für eine fundierte Ausbildung nicht so lange wie unsereins. aber das halte ich doch für etwas "kurzfristig". Ein wenig Zeit sollte man einem pferd schon geben.
Black Sam Bellamy
Verfasst: 02.01.2012, 23:09
Alter: 26
warum sollte ein pferd spannig und spinnerig werden, wenn es korrekt geritten wird? Eine A MUSS man von jedem Pferd erwarten können.
das ist doch wirklich nur bisschen rechts, bisschen links, grüßen - halt und ein wenig tritte verlängern.
Dazu muss natürlich exterieurbedingt alles stimmen, ein vollkommen überbautes jungpferd kommt da logischerweise nicht durch.
Wenn man kontinuierlich 3 monate zeit zum arbeiten hat, dann ist eine A nach 3 Monaten überhaupt kein thema. Wär ich arbeitslos könnt ich das mit mozart auch, weil ich genug zeit dafür hätte.
da gibt es doch keine lektionen, die man erzwingen muss? Das ist das, was jeder hans und horst in der halle mit seinem Freizeitpferd macht.
BlackJac
Verfasst: 03.01.2012, 00:18
Alter: 33
Ne, BSB, das seh ich bisschen anders...
Diese Hansens und Horstens die du meinst reiten oft alles andere, aber keine A...
Ich hab grad nochmal geschaut, Mitteltrab und Mittelgalopp sind Lektionen, die nicht unbedingt so leicht KORREKT rauszureiten sind... dazu muss das Pferd schon ordentlich an die Hand treten können und den Rahmen erweitern können...
Und seit neuestem ist ja auch der einfache Galoppwechsel schon in ner A gefragt...
Galopp-Schritt, Schritt-Galopp - dafür muss das Pferd schon sehr gut ausbalanciert sein...
Also Talente mögen es schaffen, aber wenn ein Pferd Defizite aufweist - egal ob Exterieursmässig oder auch anderweitig, dann seh ich das doch als etwas eng an...
Ich denke letztlich kann nur der Ausbilder entscheiden wie lange die Ausbildung dauern könnte... also wieder alles individuell...
Cantus
Verfasst: 03.01.2012, 00:40
Auf was genau zielst du ab?
Ob man ein Pferd in drei Monaten so weit bekommt, dass man es durch eine Dressurpferde-A geritten bekommt? Ja, das geht.
Ob du damit einen Blumenpott siehst? Das kommt hart aufs Pferd an.
Ob das Pferd 8jährig noch was taugt? Mit Glück...
Langer Rede kurzer Sinn: Zum Durchreiten wird es reichen, aber mir als Kunde wäre ein Pferd, das man langsamer ausgebildet hat, lieber. Ende Mai, nach 5Monaten den ersten Dressurpferdestart anzupeilen erscheint mir seriöser.
Pingu
Verfasst: 03.01.2012, 01:17
Alter: 22
Irgendwie würde es gehen, ja. Aber die psychische und physische Belastung für ein Jungpferd wird leider sehr oft unterschätzt. Dressurpferde A sind nicht umsonst erst ab 4 Jahren zugelassen und meist sind die Pferde dann, weil sie mit 3 Jahren angeritten werden, ca. ein Jahr plus/minus ein paar Wochen unterm Sattel. Ich sehe das nicht so "easy" und wird schwer, auch für den reiter/Ausbilder, da dieser auch unter extremen Druck steht.
Ich denke, dass es gut ist das Pferd erst einmal in einer Reitpferde vorzustellen. Auch das ist in 3 Monaten schwer ( es korrekt zu reiten), aber sinnvoller als eine Dressurpferde A. Immerhin sind in einer A schon begonnene Schwungentwicklung, sowie erstes Geraderichten gefragt. Und ich weiß nicht, wie man das locker leicht einem Pferd in 3 Moanten gescheit beibringen soll...
Es ist gut zu überlegen, ob man dem Pferd damit einen Gefallen tut. Manch ein Pferd kann es verkraften-fragt sich nur wie lang...