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Autor Nachricht
Dorian juckt sich....
BeitragVerfasst: 08.01.2012, 13:44 

Alter: 39
:cry: Angefangen hat es vor 5 Jahren...
Dorian,Schleswiger Kaltblut Wallach,heute 19 Jahre hat sich die Schultern und den Rücken gekratzt, oder vom Kumpel kratzen lassen, so um den Sommer/Winterfell-Wechsel. TA angerufen und eine Wasch-Behandlung gegen Milben gemacht. Nicht geholfen.
Da er zu der Zeit, außer der Selbsttränke eine Zinkwanne zum trinken hatte, haben wir diese entfernt. Beim Futter haben wir die Bierhefe weggelassen.
Zum Fellwechsel Winter/Sommer ist der Juckreiz weggegangen.

Im nächten Herbst zum Fellwechsel war er dann wieder da..
Wieder TA eine Milbenbehandlung danach Hautbiopsieda dann eine Blutabnahme.. Antibiotikabehandlung gegen Rinderbakterien im Blut(hab vergessen wie die heißen).
Nach der Behandlung hat er eine Cortisonspritze bekommen, um zu sehen, ob das hilft, es half ca. 1/2 Tag lang.
Danach habe ich einen Allergietest machen lassen. Überempfindlichkeit gegen Spitzwegerich, Gnitze und andere Stechfliegen...
Dann habe ich eine THP zu Hilfe gerufen, haben eine Kräuter-Entgiftung gemacht. Das Müsli gegen Hafer getauscht.
Zum Fellwechsel Winter/Sommer wars dann fast weg, also über den nächsten Sommer ist dann immer etwas Juckreiz geblieben, Fliegendecke gekauft.
Zum Fellwechsel Sommer/Winter habe ich mit der THP einen Immunaufbau gemacht, und verstärkt gegen den nun dazukommenden Husten behandelt, nicht so wegen dem Juckreiz.
Im Frühjahr hat meine THP eine Nosodentherapie gegen Schuppenflechte vorgeschlagen, hat auch nicht geholfen.
Mit der Fliegendecke gings recht gut über den Sommer, zum Herbst haben wir dann wieder verstärkt mit Husten zu tun gehabt. Eine Eigenblutbehandlung im nächsten Frühjahr hat auch nicht den gewünschten Erfolg gebracht.
Im Herbst habe ich auf eine Empfehlung hin noch eine Bioresonzanalyse machen lassen, bei der heraus kam, das Dorian TOTAL verwurmt sein sollte, trotz regelmäßiger Wurmkuren. Habe also nach TA-Anleitung eine Extrem-Entwurmung gemacht.
Im letzen Frühjahr haben wir wieder mit verschleimten Husten zu tun gehabt, inkl. Antibiotikabehandlung.

Habe einen Cushing-Test machen lassen, ist aber negativ ausgefallen.

Da der Juckreiz im Sommer nun genauso schlimm ist haben wir den Sommer nur mit 1,5 Exemerdecken überstanden, unter denen er sich trozdem kratzt, daher der Verschleiß, hilft aber gegen die Gnitzen und die fiesen Stechfliegen-Wadenbeisser, die wir hier haben. :evil:

Jetzt wäre meine Idee noch eine Haaranalyse machen lassen oder nochmal einen Bluttest, weiss noch nicht, kriegen von den TA oder THP euch keine richtige Unterstützung, wahrscheinlich weil die auch keine Idee haben. Während der ganzen Zeit hat er abgenommen, nicht bedenklich, aber wie ein runder Kalter sieht er nicht mehr aus.
Die Muskulatur hat auch sehr abgebaut, stelle nochmal Bilder ein...

Ich hoffe das war jetzt nicht zuviel :shock: Text, dass es trotzdem jemand liest.


 
BeitragVerfasst: 08.01.2012, 18:58 

Alter: 42
Hallo,
puh, das klingt ja alles nicht so schön.
Ich schreib grad mal auf, was mir so in den Kopf kommt. Schau, was Du damit anfangen kannst, ok?
Würmer: die meisten Wurmkuren sind nur für Pferde bis 600kg. Da dürfte ein Kaltblut dicke drüber sein. Von daher habt Ihr vermutlich jahrelang unterdosiert. Verwurnmung also mehr als wahrscheinlich. Sie zu, daß Du die neueren Wurmkuren bekommst, die bis 800 kg oder so gehen. Oder gib sonst halt immer 2.
Lieber über- als unterdosieren - ich sag nur: Resistenzen der Würmer.

Juckreiz zum Fellwechsel. Versuch es einfach mal mit reinem Sonnenblumenöl (kaltgepreßt) von Vitaquell (ins Futter). Ich kannte mal einen Haflinger-Mix, der immer zum Winterfellwechsel so'ne Art Nesselsucht bekam. Vom Tierarzt gab es dann super teures Spezialöl. Besi ist mit dem Aufkleber mal ins Reformhaus und hat dann festgestellt, daß es nichts anderes als hochkarätige Aminosäuren waren, die eben auch im Vitaquell-Öl drin sind. Daraufhin hat sie nächstes Jahr das billigere gefüttert und siehe da alles war gut.

Ansonsten ist natürlich auch bei Kaltblütern das Sommerekzem auf dem Vormarsch - wie bei fast jeder Rasse inzwischen. Wenn es das wäre, kommst Du wohl um Schmieren und/oder Ekzemerdecke nicht herum.

Husten hatte meiner letztes Frühjahr auch. Hier war es aber auch monatelang extrem trocken und laut TA und Heilpraktiker hatten haufenweise Menschen und Tieren dadurch eine Staubempfindlichkeit entwickelt. Ich hoffe, daß wir damit dieses Jahr nicht wieder zu tun haben...

Vielleicht habt Ihr irgendwo einen sehr guten Heilpraktiker? Da mal nachfragen hinsichtlich des Juckens.
Ansonsten schau doch mal im Internet unter "THP Nehls". Das ist eine Tierheilpraktikerin, die sich auf Kräuterfutter spezialsiert hat. Ich bin durch unsere Hufrehe vor 2 Jahren drauf gestoßen. Die hat sehr viel Ahnung und hat immer ein offenes Ohr. Ob per Telefon oder Mail.
Fragen kostet nichts. Die Sachen selbst sind zwar echt teuer, aber sie sind ihr Geld wert! Vielleicht fällt ihr was ein?

LG
Silke


 
BeitragVerfasst: 09.01.2012, 12:07 

Alter: 50
Wie dick sind sein Sommer- und sein Winterfell?


 
BeitragVerfasst: 09.01.2012, 14:43 

Alter: 39
Zitat:
Würmer: die meisten Wurmkuren sind nur für Pferde bis 600kg. Da dürfte ein Kaltblut dicke drüber sein. Von daher habt Ihr vermutlich jahrelang unterdosiert. Verwurnmung also mehr als wahrscheinlich. Sie zu, daß Du die neueren Wurmkuren bekommst, die bis 800 kg oder so gehen. Oder gib sonst halt immer 2.
Lieber über- als unterdosieren - ich sag nur: Resistenzen der Würmer.


Ja, daher habe ich für Dorian schon immer 2 Wurmkuren gekauft und für 900kg entwurmt.

Die Entgiftungskur mit den Kräuterextrakten ist von Frau Nehls gewesen, bin über meine THP an sie gekommen.Bin ja am Überlegen, eine Haaranalyse von ihr machen zu lassen.

Momentan bekommt Dorian Mariendistelöl, und beim schmieren haben wir auch schon eine Vielzahl von Varianten durch.

Zitat:
Wie dick sind sein Sommer- und sein Winterfell?


Ich finde sein Fell hat sich nicht verändert, das Sommerfell ist "nomral" und sein Winterfell auch.
Meine Mutter hat auch schonmal den Vorschlag gemacht ihn zu scheren und dann einzudecken, aber die natürliche Hautbelüftung/-regulation funktioniert unter einer Decke nun mal auch nicht so gut.


 
BeitragVerfasst: 09.01.2012, 14:59 

Alter: 50
Ich frage, weil ich 2 Pferde kenne, die sogar im Sommer geschoren werden (bis auf einen Streifen auf dem Rücken - wegen möglichem Sonnenbrand), weil der Pelz einfach zu dick ist und sie sich deshalb jucken.
Die beiden haben aber auch im Sommer ein sehr dichtes Fell.


 
BeitragVerfasst: 19.01.2012, 10:02 

Alter: 29
hast du dich schon mal mit einer Homöopathin oder phytoterapeutin unterhalten. Ich weiß ja nicht wie du zu homöopathie stehst aber ich studiere das ja gerade und halte sehr viel davon.
damit die ganzen Insekten von deinem Pferd wegbleiben empfehle ich Knoblauchsud.
den mach ich immer selber: 20 Zehne knoblauch 3 Monate in olivenöl und wasser einlegen. Das gefäß muss ganz zu sein.
wenn du den Behälter nach drei monaten wieder auf machst hauts dich zwar fast um aber es hilft.
was auch gut hilft dass die kribbelmücken nicht kommen babyöl auf verschorfte Stellen einreiben ist zum Beispiel sehr gut am Euter oder dem geniatalbereich wo ich jetzt das Knoblauchzeug nicht hinschmieren würde.
lg


 
BeitragVerfasst: 19.01.2012, 22:13 
Hi,
hast du es schon mal mit klassischer Homöopathie versucht? Das klingt nach einer typischen Entwicklung von außen immer weiter nach innen - weil er jetzt auch Husten hat - durch Behandlungen, die ihn nicht gestärkt haben, sondern eher noch belastet. In der Homöopathie wird er ganzheitlich behandelt. Nicht nur die körperlichen Symptome, sondern auch sein Wesen und sein Verhalten fließen in die Behandlung mit ein. Die Kombination von Husten und Hautkrankheiten kommt außerdem öfter vor und kann homöopathisch gut behandelt werden. Ich würde mal bei einem Tierheilpraktikerverband nach einem guten Therapeuten in deiner Nähe schauen. Wenn du dich über klassische Homöopathie informieren willst, dann schau doch mal bei dem Verband BKTD auf die Therapeutenliste.
LG


 
BeitragVerfasst: 19.01.2012, 22:16 
Die Milbenbehandlung wurde nur über das Waschen gemacht? Oder wurde noch etwas anderes unternommen?

Die Milben beim Pferd sitzen IN der Haut, daher ist Waschen da in den meisten Fällen witzlos.... sprich, wenn es im Winter Milben waren (was ja immer noch sein kann), dann sollte die Behandlung anders erfolgen. Was relativ gut gegen Milben wirkt ist eine Behandlung mit Ivermectin (für Rinder) als Injektion in den Muskel.

claireMcleod, was genau macht man dann mit dem Sud? Füttern, oder draufschmieren?


 
BeitragVerfasst: 19.01.2012, 22:36 

Alter: 24
zu gillian: ich hoffe sehr, dass er nur äußerlich angewandt wird... von der knoblauchfütterung ist man heute schon wieder abgekommen... auf kurz oder lang birgt die fütterung von knoblauch mehr risiken als nutzen...

@bamse: wie sieht die fütterung und die haltung aus?


 
BeitragVerfasst: 20.01.2012, 01:13 

Alter: 34
Ich würde einmal Schwarzkümmel geben. das gebe ich auch bei sommerekzem oder Allergie gegen Bremsen,Mücken usw das wirkt von innen, nimmt den Juckreiz, wirkt imunstärkend und antiseptisch. und da es (ähnlich wie bei uns, wenn wir knobi essen) über die Poren ausdünstet geht auch kein Ungeziefer ans Pferd. wenn starker Insektenbefall (fliegen, Bremsen, Mücken, zecken) ist, füttere ich alle damit und sie haben Ruhe. Einfach einmal täglich ca. 1 Eßlöffel übers Futter geben.Wie sieht denn di eHaltung aus? Vielleicht ist ja was im heu oder Stroh.

Ich aber wirklich eine komische Sache bei Euch.


 
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