Hallo!
Ich muss sagen, bei einem Griffelbeinbruch MUSS es nicht immer zwingend zu einer starken Lahmheit kommen. Je nachdem WO genau und WIE genau das Griffelbein gebrochen/angebrochen ist kann es sogar sein, das es nur bei Belastung zu einer Lahmheit führt.
Ich würde einen Griffelbeinbruch nicht unbedingt ausschliessen.
Man kann die Griffelbeinköpfchen (es sind an jedem Bein 2) beim abtasten eines gesunden Beines erfühlen. Leider kann man durch dieses abtasten nicht klären, ob das Griffelbein, oder besser gesagt, ein Griffelbein in Mitleidenschaft gezogen wurde.
Nur ein Röntgen wird eine abschliessende Gewissheit bringen, ob ein Bruch vorliegt oder nicht.
Überigens müssen nicht alle Brüche zwingend operiert werden, es gibt bei glatten Brüchen durchaus auch die Möglichkeit eine konservative Methode zu wählen.
Einzig die Gefahr der Kallusbildung (Überbein) ist recht hoch, was dadurch wiederum zu Irritationen der Sehnen führen könnte.
Bei Mehrfachbrüchen, oder wenn sich die Bruchenden verschoben haben ist es allerdings ratsam doch die operative Methode zu wählen.
Ich habe tatsächlich schon von Fällen gehört, in denen das Pferd minimal "getickt" ist, und sich hinterher ein kleiner Buckel am Bein gebildet hat, wo sich letztlich herauskristalisiert hat, das es ein mit Kallus be"wachsener" ( mir sind grade alle anderen Wörter abhanden gekommen

) alter Griffelbeinbruch war.................................